StiftungMord an Oppositionspolitiker

Politischer Einsatz kann auch das Leben gefährden

Gedenken an Boris NemzowBoris Nemzow bleibt Symbol für ein freies Russland

Vor vier Jahren wurde Ex-Vize-Ministerpräsident Boris Nemzow in Moskau erschossen. Noch immer ist der Mord nicht restlos aufgeklärt. Dafür weiß nun jeder Politiker, woran er ist. Auch wenn bereits seit 2012 viele politische Freiheiten und Rechte eingeschränkt worden waren, wurden die kaltblütigen Todesschüsse auf der Brücke direkt neben dem Kreml, die von vielen Moskauern seitdem "Nemzow-Brücke" genannt wird, zum Ende der Leichtigkeit im Umgang mit der Politik in Russland. Julius von Freytag-Loringhoven erinnert an sein Vermächtnis.

"Boris Nemzow selbst hatte keine Angst, sprach offen kontroverse Themen an, hatte keine Bodyguards und war immer frei durch Russlands Städte spaziert. Heute dagegen weiß jeder Oppositionspolitiker, dass politischer Einsatz nicht nur die Freiheit, sondern auch das Leben gefährden kann", schreibt der Leiter des Moskauer Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Boris-Nemzow-Stiftung in seiner Analyse. Er meint "Mut, Aufrichtigkeit und Offenheit, Einsatz für Rechtstaat, Meinungsfreiheit, Marktwirtschaft und Demokratie sind wichtiger denn je für die weitere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Russlands."

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