StiftungPräsidentschaftswahl in Ägypten

Regime Al-Sisi hat die demokratische Opposition in Ketten gelegt

Demonstranten in KairoDas Regime Al-Sisi hat die demokratische Opposition in Ketten gelegt, sagt René Klaff

Seit Montag haben die Ägypter drei Tage die Wahl: Sie sollen den nächsten Präsidenten bestimmen. Doch niemand kann gewinnen außer Amtsinhaber Al-Sisi. "Ich schwöre bei Gott, ich wünschte, es hätte zehn der besten Kandidaten gegeben und das Volk hätte auswählen können, wen es bevorzugt. Aber wir sind noch nicht so weit, darin liegt keine Schande." So wird das vollständige Zitat aus einem TV-Interview von Präsident Abdel Fattah al-Sisi im offiziösen Organ Ahram Online widergegeben. Es spiegelt die beiden wesentlichen Problembereiche der Präsidentenwahl in Ägypten wider. Eine Analyse von René Klaff von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Amman.

Amtsinhaber Sisi habe keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten, seine Wiederwahl steht also bereits fest – und dies, weil in Ägypten keine demokratischen Zustände herrschen, was aber hingenommen werde könne. Das Regime Al-Sisi habe die demokratische Opposition in Ketten gelegt, sagt Klaff, zuständig für die Bereiche Nordafrika und den Mittleren Osten. Die wirtschaftliche Lage sei miserabel, Repression die Antwort auf die Furcht der Machteliten vor dem Zorn der Straße.

Lesen Sie hier, warum es in Ägypten keinen neuen Präsidenten geben wird. (ph)

 

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