StiftungAttentatsserie

Sri Lankas Apokalypse

Es ist eine Bilanz des Grauens: Nach jüngsten Informationen aus Colombo kamen bei der Anschlagserie vom Ostersonntag 310 Menschen ums Leben, 500 Menschen wurden verletzt. Die Attentäter wählten die Angriffsziele mit mörderischem Kalkül: eine möglichst hohe Zahl von Menschen sollte in den Tod gerissen werden. Die furchtbare Rechnung ging auf. Ronald Meinardus, Leiter des Regionalbüros Südasien der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Neu Delhi, berichtet über die Terroranschläge vom Ostersonntag und ordnet die innepolitischen Konsequenzen ein. Er ist sicher: Sri Lanka stehen schwere Zeiten bevor.

Nach den Anschlägen in Sri Lanka läuft die Suche nach den Hintermännern. Die Sicherheitsbehörden müssen sich drängende Fragen gefallen lassen. Im ganzen Land gilt der Notstand - und Staatstrauer. Aufsehen löste ein Bericht der Nachrichtenagentur AFP aus. Demnach soll Sri Lankas Polizeipräsident vor knapp zwei Wochen von einem ausländischen Nachrichtendienst Hinweise auf einen bevorstehenden islamistischen Angriff auf Kirchen und die Botschaft Indiens erhalten haben.

In diesem Zusammenhang sei die Organisation NTJ (National Thowheeth Jamaath) genannt worden, berichtet Meinradus. Er blickt nicht nur auf die Spekulationen über internationale Hintergründe, sondern auch auf die innenpolitische Dimension: "Für Ende des Jahres sind Präsidentschaftswahlen geplant. Es ist davon auszugehen, dass die Terroranschläge vom Ostersonntag die bestehenden innenpolitischen Fronten weiter verhärten werden. Sri Lanka stehen schwere Zeiten bevor."

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