FDP#CoronaDeutschland

Verantwortlich handeln, Ausbreitung verlangsamen

Christian Lindner ist im HomeofficeChristian Lindner will, dass wir die Geschwindigkeit der Infektions-Ausbreitung verhindern.
19.03.2020

Deutschland steht fast still. Wer kann, verlegt seinen Arbeitsplatz nach Hause. Sitzungen finden per Videoschalte statt. Die Freien Demokraten setzen auf Verantwortung und Solidarität. FDP-Chef Christian Lindner sagt: "Nehmt COVID–19 ernst, handelt verantwortlich und helft mit, die Ausbreitung zu verlangsamen – jetzt und heute, jeder und jede. Das wirksamste Mittel gegen Corona ist Zeit." Der Bundesvorsitzende hat mittlerweile alle öffentlichen Termine abgesagt und arbeitet aus dem Home Office. FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg betont in einem Gastbeitrag für die SuperIllu, das angesichts der Coronakrise die Verantwortung jedes Einzelnen und die Solidarität miteinander gleichermaßen gefordert sind: "Die Antwort auf Corona liegt im Miteinander, in Verantwortung und in Solidarität."

In einem Gastbeitrag für die SuperIllu schreibt Teuteberg: "Corona schafft ein anderes, ein neues Verhältnis zwischen dem Ich und dem Wir. Das Virus verlangt uns viel ab. Doch lasst uns vorübergehend auf manche Freiheiten verzichten, um das Leben aller zu schützen. Lasst uns zum Wohle aller einander helfen: Junge Menschen etwa gehen für ältere Nachbarn, die der Risikogruppe angehören, einkaufen. Sicher: Die Krise wird durch den Staat geregelt und organisiert, entscheidend ist aber, wie wir als Gesellschaft sie meistern und bewältigen." Die Antwort auf die Krise liege im Miteinander, im Zusammenhalt und in der Solidarität.

Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter aktuell ins Homeoffice, um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, die eigene Belegschaft zu schützen und den Betrieb dennoch bestmöglich aufrechtzuerhalten. So halten es auch die Freien Demokraten. Die Mitabeiter des Hans-Dietrich-Genscher-Hauses erledigen ihre Arbeit von zuhause aus, wie es auch die Angehörigen der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag tun. Jetzt gelte es, "einen gesundheitlichen Bereich zu beobachten, wo alle Risiken reduziert werden müssen, wo es darum geht, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, damit auf der anderen Seite wir unser Gesundheitswesen schonen oder ausbauen können", sagt Lindner.

Denn: Es wird immer deutlicher, dass die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus weiter steigen und sich dadurch sowohl die gesundheitlichen als auch wirtschaftlichen Risiken exponentiell erhöhen. Obwohl die Erkrankung in den meisten Fällen milde verläuft, ist das Virus für Ältere und Kranke deutlich gefährlicher. Der gesundheitliche Schutz dieser besonders gefährdeten Menschen hat absolute Priorität. Um sie zu schützen, müssen auch harte Eindämmungsmaßnahmen erfolgen.

Für die Freien Demokraten ist es eine Notwendigkeit, das gesellschaftliche Leben herunterzufahren und die sozialen Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren. Ihrer Ansicht nach muss zusätzlich die Aufklärung der Bevölkerung weiter verstärkt werden. Dafür wollen sie alle Informationskanäle genutzt wissen, um alle Menschen in Deutschland zum Coronavirus zu informieren. Nur so kann es gelingen, dass das Gesundheitssystem mit der Epidemie fertig wird. Die Belastungen werden aber auf jeden Fall enorm, deshalb benötigen die Ärztinnen und Ärzte, die Krankheits- und Gesundheitspflegerinnen und -pfleger, sowie alle im Gesundheitswesen Tätigen unsere volle Unterstützung.

"Solange unsere besten Forscherinnen und Forscher noch an einem Impfstoff forschen, gibt es nur ein wirksames Mittel gegen Corona: Zeit", mahnt Lindner. "Um sicherzustellen, dass unser Gesundheitssystem alle erkrankten Menschen auffangen kann und alle erkrankten Bürger behandelt werden können, müssen wir die Geschwindigkeit der Infektions-Ausbreitung verhindern." Sein Appell: Bitte bleibt zu Hause, bitte verzichtet auf Treffen, die nicht notwendig sind, bitte denkt bei eurem Handeln an diejenigen, deren Liebsten Vorerkrankungen und große Angst vor einer Infektion haben."

Christian Lindner fand schon am Freitag dramatische Worte angesichts der dramatischen Lage: "Wir stehen vor einer Wahl“, sagte der FDP-Chef in der Plenardebatte des Bundestags zu den Folgen der Epidemie - um sogleich die beiden Möglichkeiten herauszustellen, zwischen denen es sich nun zu entscheiden gelte: "Entweder wir zögern. Dann ist die weitere Ausbreitung des Virus nicht einzudämmen." Dann sei eine Chaotisierung des Gesundheitswesens nicht ausgeschlossen. "Oder wir handeln entschlossen, fahren das öffentliche Leben kontrolliert und drastisch zurück."

Für die Fraktion gilt: "Wir stehen im laufenden Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Kolleginnen und Kollegen, die sich unwohl fühlen, werden aufgerufen, zu Hause zu bleiben", sagt Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion.

Dank einer von Anfang an digital und nahezu papierlos aufgestellten Fraktion, die alle Voraussetzungen für mobiles Arbeiten geschaffen hat, sei gutes Arbeiten möglich. Das Fraktionsintranet und das eigene cloudbasierte Bürosystem zahlen sich jetzt aus.

Fast alle Fraktionsmitarbeiter sind inzwischen im Homeoffice. "Momentan können wir unsere Arbeit so weitestgehend normal weiterführen. Fast jedes Meeting kann auch digital abgehalten werden." Buschmann erinnert daran, dass die Fraktion schon immer digital gearbeitet und alle Abgeordneten und Mitarbeiter entsprechend ausgestattet hat. "Ob wie im Foto Meetings, Anträge schreiben, Termine koordinieren - bei uns läuft alles vollkommen digital."

Auch Christian Lindner berichtet in der Welt: "Unsere Bundestagsfraktion hat schon vor der Krise auf einer eigenen Intranetplattform digital gearbeitet. Wir sind also voll handlungsfähig, auch wenn wir alle momenan dezentral arbeiten." Viel Nebensächliches im Kalender sei nun weggefallen, was Raum zum Nachdenken und Neubewerten gebe. Und: In diesen Tagen sieht man, welchen Beitrag Menschen für das Funktionieren der Gesellschaft leisten, die oft zu Recht über mangelnden Respekt geklagt haben. Von Heilberufen und Pflegekräften über die Polizei bis zu der Dame an der Kasse im Supermarkt. Die Krise wird vieles verändern, manches davon können wir ins Gute wenden.

Klar ist aber auch: Die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben schwerwiegende Folgen für Unternehmen und Wirtschaft. Kaum ein Betrieb bleibt derzeit verschont. Vom Kiosk bis zur Chemieindustrie, vom Friseurgeschäft über den mittelständischen Maschinenbauer bis zum global agierenden IT-Konzern brechen Arbeitsaufkommen, Umsätze und Gewinne ein. Selbst bislang gesunde, hoch profitable Unternehmen geraten unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten. Ohne schnelle Hilfe würde vielen die Insolvenz drohen. Hier finden Sie die relevantesten Informationen anhand wichtiger Leitfragen kompakt zusammengefasst.

Kommentare (11)

Arnd-Matthias Langner
21.03.2020 - 18:19
Ich zitiere aus einem Interview von Annalena Baerbock mit der WELT: "Die Lage ist eine krasse Herausforderung für eine Demokratie. So notwendig die drastischen Einschränkungen von Bürgerrechten jetzt sind, so klar muss sein: Jeder Eingriff muss gut begründet, auch jetzt verhältnismäßig und temporär sein. Das erscheint mir bei der Debatte einer kompletten Ausgangssperre derzeit nicht gegeben" Kritik der FDP an der Verhältnismäßigkeit der derzeitigen Einschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte vernehme ich nicht. Sind die Grünen die besseren Liberalen? In der Grippesaison 2017/2018 starben allein in Deutschland 25.000 Menschen an der saisonalen Grippe, ohne dass das ein nennenswertes Echo in Medien und Politik gefunden hätte. Jetzt wird nicht nur bewusst eine Wirtschaftskrise herbeigeführt, sondern vor allem unser aller Freiheit dem populistischen Bedienen von Panikreflexen geopfert. Bürgerrechte scheinen einmal wieder nachrangig zu sein.
liberale Stimme
20.03.2020 - 11:20
jede Krise hat Gewinner, Einer der Gewinner der Corona-Krise ist Erdogan. Er erpresst die EU ständig, wenn Ihr das und das nicht tut, dann öffne ich die Grenze. Diese Mal hieß es fast UNISONO , wir lassen uns nicht mehr erpressen. Dann kam die Corona und die Beteuerung von Gesten sind verflogen, Im Schatten der Corona-Krise und unbemerkt von den Völker Europas, ist eine hochrangige EU-Delegation zu Erdogan gepilgert und hat Ihn sämtliche Wünsche erfüllt, mehr Geld, Visafreiheit in Aussicht gestellt, Hoffnung auf eine EU-Mitgliedschaft genährt etc.,. Europa & Ihre Völker sind verkauft und verraten worden und Herr Erdogan ist sein Endziel näher gekommen: Das neue islamistische osmanische Reich von persisch-arabischen Golf bis Calais in Nordfrankreich zu verwirklichen. Aus lauter Corona, haben unsere Politiker vergessen, dass die EU-Nationen auch nach Corona weiter existieren . Wir brauchen Erdogan nicht , er braucht uns , ob die Politiker eines Tages kapieren, ist zu bezweifeln.
Höper Jörg
20.03.2020 - 09:57
Danke Christian für die Informationen zum Glück warst du bei der Bundeswehr ich auch Haste noch deine ABC Tasche könnt ihr als Politiker Klären wie Deutschland und Europa das Osmanische Erdogan Reich auf die Reperaturzahlung wegen das von denen Coronakampfstoff zur Reperaturzahlung Zwingen Kann.Haben ja angeblich2 Kampfstofffabriken in Syrien Vernichtet nur zur Ablenckung gegen die UN Aufklärung aber schaut nach Georgien was das Steht.Retet Europa gegen denn Aufkauf durch das Osmanische Chinesische Reich .Denckt an den 13 September Meine Ex IGBCE und DGB Mitglieder werden immer Mehr zu Frustwählern .Nur für Euch noch Glück Auf .Und Danke für die Menschretende Wasserstoff Technologie .
Gudrun Dara Müller
19.03.2020 - 22:03
Ich schicke allen mein Mitgefühl, die durch ihr Weltbild aktuell gezwungen sind, entgegen ihren Grundsätzen zu handeln. Ich finde es schade, dass der Virus jetzt vielen Politikern die Gedankenfreiheit und Handlungsfreiheit geraubt hat. Falls der Virus den Zugang zur Vernunft wieder frei gibt, können wir für die Zukunft folgendes in Betracht ziehen: Jedes medizinische Modell hat Grenzen, führt zu Ängsten und in Sackgassen! Deshalb braucht es eine integrative Medizin, die mit ihren verschiedenen Blickwinkeln uns dort immer wieder aus den Sackgassen holt und über Grenzen führt. Erst dann sind Freiheit und Selbstverantwortung auch im Bereich der Gesundheit möglich. Wenn wir die integrative Medizin schon heute nutzen, dann ist voraussehbar, dass es eine riesige Krankenwelle gibt, wenn die Regierung beschließt, dass die Gefahr vorbei ist. Dann ist auch erkennbar, warum aktuell so viele daran sterben. Will es jemand wissen? Will jemand wissen, wie sich die Kranken grad fühlen?
Dr. Louis-Joseph Saad
19.03.2020 - 20:50
wo es Schatten gibt, muss auch Licht geben. Der Coronavirus ist eine der schlimmsten Katastrophen der letzten Jahrzehnten, aber er hat eine andere Seite. er macht kein Halt vor Staatsgrenzen und macht kein Unterschied Zwischen Fürsten und einfachen Leuten. Er hat der Menschheit gezeigt, dass die Großen und Möchte-Gerne-Großen dieser Welt mit Ihren Waffenarsenalen machtlos sind , müssen vor ihm kapitulieren. plötzlich entdecken viele alte werte , die verloren gegangen sind, Menschen die Hilfsbereit sind, politische Parteien , die sich bis aufs Messer bekämpft haben, ziehen plötzlich am gleichen Strang, nun paar Fakten : Deutschland hat rund 14,000 infizierte mit bis jetzt 48 Tote oder 0,35 % Italien über 3400 Tote fast 9 % an Mortalitätsrate, Frankreich, Spanien, Österreich, alle wären glücklichen wenn sie unsere Statistiken hätten, Unsere Nahrung ist gesichert, unsre Arbeiter & Angestellte sind auch abgesichert und wir sind noch frei , aber jammern,& nochmals jammern.
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