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Vertrauen in Organspende wieder herstellen

Daniel BahrDaniel Bahr

Nach dem Skandal um Manipulationen bei der Vergabe von Spenderorganen am Uniklinikum Leipzig hat Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) um mehr Vertrauen geworben. „Ich denke an die 12.000 Menschen, die dringend auf ein Organ warten. Wenn mehr mitmachen, müssen weniger warten", sagte der Minister der „Bild“-Zeitung. FDP-Gesundheitspolitikerin Gabriele Molitor sprach sich für eine lückenlose Aufklärung der Verfehlungen aus, um Vertrauen wieder herzustellen.

„Es muss das gemeinsame Ziel der Politik, der ärztlichen Selbstverwaltung und der Patientenorganisationen sein, das Vertrauen der Bürger in die Vergabe der Spenderorgane wiederherzustellen“, erklärte Molitor. Nur so könne die rückläufige Zahl der Organspenden wieder erhöht werden. Eine nachlassende Spendebereitschaft koste Leben, warnte die Berichterstatterin der FDP-Fraktion für Transplantationsmedizin. „Oberstes Gebot muss es sein, Schwerstkranken zu helfen und Leben zu retten.“

Um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, sei eine lückenlose Aufdeckung der Verfehlungen notwendig, erklärte Molitor. Fehlverhalten müsse Konsequenzen haben. Zudem müsse künftig Transparenz im Vergabeverfahren sichergestellt werden. Die Manipulationsvorwürfe seien erschreckend, zugleich jedoch „ein Beleg dafür, dass die richtigen Regularien geschaffen wurden und Manipulationen durch die Kontrollen der Prüfungskommissionen aufgedeckt werden“, so die FDP-Politikerin. Das neue Transplantationsgesetz zeige bereits Wirkung: An den Transplantationszentren arbeiteten jetzt interdisziplinäre Teams nach dem Mehraugenprinzip, erklärte Molitor. Auf diese Weise sollen Missbrauchsfälle von vornherein verhindert werden.

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