FDPBildungpolitik

G9: Bildungspolitische Achterbahnfahrt beenden

Lehrerin mit SchülerDaniel Föst kritisiert die Orientierungslosigkeit in der bayerischen Schulpolitik
20.02.2017

Aktuellen Zeitungsberichten zufolge plant die bayerische Staatsregierung eine Abkehr vom achtjährigen Gymnasium (G8). FDP-Generalsekretär Daniel Föst kritisiert die Orientierungslosigkeit in der bayerischen Schulpolitik: "Die CSU hat das G8 damals übereilt und stümperhaft eingeführt. Sie macht diesen Fehler aber nicht dadurch wieder gut, dass sie jetzt ebenso übereilt und stümperhaft zum G9 zurückkehrt!“

Föst warf Ministerpräsident Seehofer Kultusminister Spaenle vor, mit ihrer Sprunghaftigkeit und ihrem Aktionismus einen „enormen Flurschaden im bayerischen Schulsystem“ anzurichten. Die „bildungspolitische Achterbahnfahrt“ der Staatsregierung müsse beendet werden. Schüler, Lehrer und Eltern bräuchten Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

Meinungspirouette der CSU schafft zusätzliche Verwirrung

Ab dem kommenden Schuljahr gilt an bayerischen Gymnasien der sogenannte kompetenzorientierte LehrplanPLUS, der eigens für das G8 konzipiert worden ist. "Die Lehrer wurden bereits entsprechend fortgebildet, neue Lehrwerke sind in Druck“, erklärt FDP-Generalsekretär Föst. "Jetzt alles wieder über den Haufen zu werfen ist Irrsinn. Für ein G9 existiert derzeit überhaupt kein passender Lehrplan.“

Die FDP-Bildungsexpertin Britta Hundesrügge sagt, jede neuerliche Meinungspirouette der CSU schaffe zusätzliche Verwirrung und kostet den Steuerzahler Geld. Dieses Geld wäre besser investiert in eine modernere technische Ausstattung der Schulen: "Anstatt andauernde Strukturdebatten zu führen sollten wir lieber die Klassenzimmer aus der Kreidezeit ins 21. Jahrhundert führen.“

Social Media Button