StiftungInternationale Politik

Abschottung Russlands begreifen und entgegenwirken

Der Kreml in Moskau
17.12.2015 - 16:45

Spätestens seit Beginn des Ukraine-Konflikts haben die Beziehungen zwischen Russland und westeuropäischen Ländern wie Deutschland wieder eine enorme geopolitische Relevanz. Gehört Russland zu Europa? Wie viel Europa steckt in Russland und wie viel Russland in Europa? Wie nimmt die russische Bevölkerung eigentlich uns Europäer wahr? Diesen Fragen ging die Stiftung für die Freiheit im Rahmen einer gemeinsamen Studie mit dem Lewada-Zentrum nach.

Die Studie belegte unter anderem, dass die Mehrheit der russischen Bevölkerung sich keinen künftigen Beitritt zur EU wünscht. Bis 2010 waren die Befürworter in der Mehrheit. In den letzten Jahren hat der Wert jedoch stetig abgenommen. Die negative Tendenz hinsichtlich der EU als Institution wird von persönlichen Wahrnehmungen untermauert: So waren fast 40 Prozent der Befragten der Meinung, dass es sich bei Europa um eine "andere Zivilisation" handele. 58,5 Prozent verneinten die Aussage, Russland wäre ein europäisches Land.

Mit ihrer Forschungsarbeit wollten die Autoren explizit einen Beitrag zu mehr Verständigung und lösungsorientiertem Handeln leisten. Für die Stiftung für die Freiheit geht es darum, durch diplomatische Bemühungen, Kooperationen der Zivilgesellschaft und Austausch dem negativen Trend in den europäisch-russischen Beziehungen entgegenzuwirken.

Lesen Sie mehr über die Studie und die Lage der internationalen Beziehungen zu Russland.

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