FDPGamescom

Computerspiele sind Innovationstreiber

GamescomFür Nicola Beer ist die größte Computerspielemesse der Welt ein Beispiel für die Chancen der Digitalisierung.

Zum zehnten Mal startet die weltgrößte Computerspielmesse Gamescom in Köln. "Computer- und Videospiele sind mediales Abbild des digitalen Zeitalters, Kulturgut, Bildungswerkzeug und Innovationstreiber gleichermaßen", erklärt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Dafür müssen jedoch auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, betont sie. Die Freien Demokraten wollen dies mit der Öffnung bestehender Förderprogramme und durch verbesserte Crowdfunding-Möglichkeiten für die Computerspielindustrie erreichen.

Deutschland solle nicht nur Absatzmarkt sein, sondern auch ein größerer Produktionsstandort werden. "Der Fachkräftenachwuchs im IT- und Games-Bereich muss durch eine bessere Vermittlung von Digital- bzw. Programmierkenntnissen in Schulen und Hochschulen sowie in der Ausbildung gestärkt werden.“ Es wäre töricht zu versuchen, unseren Nachwuchs in Schulen künstlich vor der digitalen Revolution zu schützen, betont Beer. Auch sei eine vollständige Anerkennung von E-Sports längst überfällig.

Seit 10 Jahren ist die in Köln stattfindende Gamescom die größte Computer-und Videospielmesse. Dieses Jahr erwarten die Veranstalter der Messe bis zu 500 000 Besucher. Das Motto lautet "Vielfalt gewinnt“.  Zum ersten Mal fand die Gamescom im Jahr 2009 in Köln statt und löste damit die Gamesconvention in Leipzig als größte Messe für interaktive Unterhaltung ab. Die Messe bringt das Thema Computer-und Videospiele mit den Bereichen Industrie, Handel und Medien zusammen.

Kommentare (2)

Thomas Brinkmann
30.08.2018 - 09:17
Wie wäre es, wenn Digitalminister Pinkwart eine Förderstiftung NRW für die Entwicklung von digitalen Medien ähnlich der Filmförderung in seine Strategie für das digitale NRW aufnimmt?
Andreas Rauch
29.08.2018 - 16:49
… und das seit den 1980ern - mindestens. Vor allem in Sachen Didaktik: Kinder und Jugendliche haben sich seinerzeit (und seither) zu zigtausenden selbst das Programmieren beigebracht - oft Jahre, bevor sie selbst in progressiveren Schulen je eine Informatikstunde hatten. (Die befürchtete "Verrohung" ging übrigens mit einem stetigen Rückgang der Jugendgewaltkriminalität einher - und einem dramatischen Zuwachs bei der Zahl der Kriegsdienstverweigerer.) Allerdings - es gab auch immer wieder Angebote für Programmier-Einsteiger und -Fortgeschrittene an den Volkshochschulen. Wäre das nicht mal einen Wiederbelebungsversuch wert?
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