FDPInterview

Deutschland muss bei Bildung und Digitalisierung mithalten

Nicola BeerNicola Beer will den Fortschritt in der Bildungs- und Digitalpolitik beschleunigen
28.08.2017 - 11:15

Die Freien Demokraten wollen den einzelnen Menschen mit all seinen Potenzialen in den Mittelpunkt der deutschen Politik stellen. "Deshalb setzen wir noch stärker auf Bildung als früher, weil das die Grundlage dafür ist, die Menschen starkzumachen", erklärt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer im Interview mit dem Weser-Kurier. Notwendig sei außerdem ein anderer Umgang mit der Technisierung der Gesellschaft, die völlig neue Prozesse und Produkte hervorbringe. "Die Politik hat noch nicht verstanden, was Digitalisierung bedeutet. In puncto Digitalisierung haben uns nahezu alle anderen Industrienationen längst abgehängt", bemängelt Beer.

Hier fordert die FDP unter anderem die Einführung eines neuen Ministeriums. "Im Moment sind fünf Minister für die Digitalisierung zuständig, und es kommt absolut nichts voran", seziert Beer das Problem. "Das können wir uns nicht länger leisten. Wir müssen hier die Kompetenzen bündeln, um den digitalen Transformationsprozess auch in die Politik zu bringen."

Bei den Bildungsausgaben fordern die Freien Demokraten, dass auf das Top-Niveau der OECD-Staaten kommt. "Wenn wir per Staatsvertrag einen Prozentpunkt des Mehrwertsteuer-Aufkommens für die Bildung festschreiben, hätten wir zehn Milliarden Euro jährlich direkt für die Bildung zur Verfügung", betont Beer. Die FDP sei die Partei des sozialen Aufstiegs: "Wir haben Respekt für jeden, der das schon geschafft hat. Unsere Leidenschaft gilt aber denjenigen, die da noch hinwollen."

Wir sind das Startup der Politik

Die Freien Demokraten seien das Startup-Unternehmen der deutschen Politik, das mit der geeinten Kraft seiner Mitglieder am Wiedereinzug ins Parlament arbeite, sagt Beer mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September. "Wir wollen mit einer möglichst starken Fraktion zurück in den Deutschen Bundestag, um unsere Themen auf die politische Agenda zu setzen."

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