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Die Türkei von heute: Journalistische Arbeit als ‘Straftatbestand’

Symbolbild PressefreiheitDie Türkei von heute: Journalistische Arbeit als ‘Straftatbestand’
05.03.2018 - 17:15

Über zwei Wochen nach der Freilassung von Deniz Yücel sind noch immer über 150 Journalisten in türkischer Gefangenschaft. Yücels Anwalt, Veysel Ok, beschreibt in einem Gastbeitrag für Freiheit.org Hintergründe der Freilassung seines Mandanten, den Zustand der Pressefreiheit in seinem Land und die Chancen der Inhaftierten, Yücel folgen zu können. Eines macht ihm große Sorgen: "Seit einem Jahr gibt es vermehrt Beispiele, dass  - nach Einspruch der Staatsanwälte – die Entscheidungen der Strafgerichte auf Freilassung nicht vollzogen werden können."

Er verbindet seinen Gastbeitrag mit einem dringenden Appell: Unter den derzeitigen Umständen sei die Unterstützung sowohl des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) als auch der internationalen Öffentlichkeit für die in der Türkei inhaftierten Journalisten immens wichtig. Trotz der hohen Zahl an Journalisten, die sich rechtswidrig in Haft befinden, sei die Zahl der Klagen vor den Obersten Gerichten in der Türkei oder dem EGMR gering. Veysel Ok schreibt: "Hierbei gibt es jedoch sehr viele Anfragen und Bitten um Unterstützung an den Verein ‘Media and Law Studies Association (MLSA)’, dessen Mitgründer ich bin. MLSA versucht, den Journalisten im EGMR-Prozess behilflich zu sein. Aus diesem Grund ist für uns die Unterstützung der internationalen Öffentlichkeit und entsprechender Organisationen, die regelmäßig Beobachter zu den Gerichtsprozessen entsenden, sehr wichtig."

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