FDPZukunftsgespräch der Bundesregierung

Die Wirtschaft braucht echte Reformen statt Fototermine

Michael TheurerMichael Theurer fordert marktwirtschaftliche Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

In Meseberg trifft sich die Bundesregierung mit Verbänden und Gewerkschaften. Eigentlich eine gute Gelegenheit, das dringend notwendige Update der deutschen Wirtschaftspolitik anzugehen, findet FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer. Aus Sicht des Freidemokraten lässt das Zukunftsgespräch allerdings nicht viel erwarten. "Statt echter Reformen werden sich die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen mit Fotos von sich, der Bundeskanzlerin und Bundeswirtschaftsminister Gabriel ruhigstellen lassen", prognostiziert Theurer. Dies wäre jedoch eine vertane Chance, macht er klar.

"Das Spitzengespräch sollte nach Vorstellungen der Freien Demokraten als Auftakt für das notwendige Update des deutschen Wirtschaftsmodells genutzt werden", verdeutlicht das FDP-Präsidiumsmitglied. Denn: Nüchtern betrachtet stünden Unternehmen und Arbeitswelt nicht nur durch die Digitalisierung vor einem der größten Umbrüche in der Geschichte.

"Deshalb muss Schluss sein mit Reformlethargie und Verregelungsorgien. Die Bundesregierung sollte vielmehr die Tarifautonomie und die Wettbewerbsfähigkeit durch marktwirtschaftliche Reformen stärken", fordert Theurer.

Die Politik muss nach vorne schauen

Für die Freien Demokraten ist eindeutig: Die Grundlagen des Wirtschaftssystems verändern sich, etwa durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und den demografischen Wandel. Um diese Herausforderungen zu meistern, plädieren die Freien Demokraten unter anderem für mehr Flexibilität, beispielsweise bei Arbeitszeiten und -modellen oder Renteneintrittsalter, sowie für einen ambitionierten Ausbau der digitalen Infrastruktur, bezahlbare Energie und die Beseitigung unnötiger Bürokratie.

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