FDPZeitumstellung

Die Zeitumstellung muss abgeschafft werden

Die Freien Demokraten fordern die Abschaffung der ZeitumstellungDie Freien Demokraten fordern die Abschaffung der Zeitumstellung
17.08.2018 - 15:30

Jedes Jahr dasselbe Spiel: Uhren vorstellen, Uhren zurückstellen. Eine Umfrage der Europäischen Union unter EU-Bürgern erfuhr großen Anklang. "Ich bin dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen", erklärt FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer. Er hofft, dass seine Meinung von vielen EU-Bürgerinnen und -Bürgern geteilt wird. "Viele Menschen haben gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung, die meisten sind einfach nur genervt", betont er.

Theurer wünscht sich, dass die EU dieses Thema nach Abschluss der Umfrage weiter angehe. Die Zeitumstellung ist für die Freien Demokraten ein typisches Beispiel eines nutzlosen staatlichen Eingriffs in das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Für ihre Abschaffung gibt es viele Argumente. "Vom Anstieg an Herzinfarkten, Schlafstörungen und Suiziden direkt nach der Umstellung wird seit Jahren berichtet", betont das FDP-Präsidiumsmitglied. Auch für die Landwirtschaft bedeutet die Zeitumstellung vor allem Stress: Kühe produzieren weniger Milch durch die Zeitverschiebung. Um gegenzusteuern, wird die Zeitumstellung von Landwirten über mehrere Tage "gestreckt".

Das vermeintliche Argument für die Einführung der Sommerzeit war in den 80er-Jahren, die Energieersparnis durch mehr Tageslichtnutzung. Experten sagen heute: Diese Idee hat nicht gefruchtet. Der Großteil unseres Stromverbrauchs wird durch technische Geräte erzeugt, die bei Tageslicht ebenso viel Strom verbrauchen. Im Fall von Laptops oder Smartphones sogar mehr. Für Theurer bedeutet das zusammengenommen: "Wenn eine Regelung keine Vorteile nachweisen kann, aber Nachteile vorhanden sind, gibt es nur eine Antwort: Sie muss weg."

Kommentare (40)

Gast
28.08.2018 - 14:43
Eine Mehrheit zu erzielen wäre jawohl aus Gründen der Realität kein Problem
Eckhart Klemens
25.08.2018 - 13:26
Die Zeit-Umstellung gehört schon lange ab. Aber da es bei der EU liegt, wird es sich noch Jahre wenn nicht ein Jahrzehnt hinziehen. Das Eu - Parlament ist zu träge um es kurzfristig zu erreichen. Ich finde es gut, dass die Osteuropäischen Länder in dieser Frage autonom entscheiden.
Gerd Schmid
25.08.2018 - 13:22
Steht die FDP eigentlich nicht mehr zu ihrer Aussage "So wenig Staat wie möglich, so viel Staat wie nötig"? Da die Zeitumstellung immer nur ein zeitlich begrenztes Gesetz ist, braucht man es nur auslaufen zu lassen, anstatt es zu verlängern. Schwupps haben wir keine staatliche Verordnung mehr und es gilt wieder die NORMALZEIT! Das Zeitumstellungsgesetz ist so unnötig wie ein Kropf!
Ines Genrich
24.08.2018 - 19:29
Zum Thema Zeitumstellung kann ich nur sagen: wenn man kleine Kinder hat, die ohnehin schon um 6 Uhr aufwachen und im Winter dann bereits um künstliche 5 Uhr in den Tag starten wollen- und das über mehrere Wochen hinweg- ist das extrem anstrengend für Eltern (meistens für Mütter, die sich um die Kinder kümmern). Als ehemalige Stewardess kann ich hinzufügen, dass die Flugpläne zwischen Zeitumstellung und offiziellem Beginn des Sommer-/ Winterfluplans für nur wenige Tage extra Abflug- und Ankunftspläne gemeiselt werden müssen. Das erfordert extra Manpower, extreme Flexibilität der Mitarbeiter und für Fluggäste ist es ebenso umständlich/ irreführend. Das gleiche gilt auch für Zug- und Öffipläne. Es wird Zeit, diesen Unfug abzustellen! Danke für das ernsthafte Engagement, Ines Genrich
Wolfgang Bongartz
24.08.2018 - 09:51
Seltsam. In der Diskussion hier geht es fast ausschließlich um persönliche Befindlichkeiten. Und die Argumente scheinen mir meistens ziemlich dünn zu sein. Dabei gibt es zum Thema Zeitumstellung zahlreiche Studien, die wohl so ziemlich alle Aspekte beleuchtet haben. Gesundheitliche Folgen, Umfang der Energieeinsparung, Auswirkungen auf Nutztiere, Unfallzahlen, ... Nun gibt's ja eben die "Konsultation" der EU, in der die EU-Bürger nach ihrer Meinung zur Zeitumstellung befragt werden. Daran haben sich überraschend viele Menschen beteiligt. So irrelevant scheint's also doch nicht zu sein. Allerdings ist die Befragung unverbindlich. Dass sich gerade eine deutliche Ablehnung der Zeitumstellung abzeichnet bedeutet also nicht, dass sie auch abgeschafft wird. Besonders glaubwürdig macht sich die EU-Kommission mit dieser Vorgehensweise aus meiner Sicht nicht.
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