Stiftung#WirSindMehr

Ein klares Zeichen gegen rechten Hass

Chemnitz. Bild: Leon KöhlerChemnitz. Bild: Leon Köhler

Die Zivilgesellschaft steht auf gegen den Rechtsextremismus: 65.000 Menschen kamen diese Woche nach Chemnitz, um auf dem #wirsindmehr-Konzert zu rocken. Künstler wie die Toten Hosen, Marteria und Kraftklub setzten ein klares Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Auch die Chemnitzer JuLis waren vor Ort. "Die Ereignisse nach dem schrecklichen Mord an Daniel H., den Demonstrationen der extremen Rechten und den Jagden auf Ausländer in unserer Stadt haben ein Licht auf Chemnitz geworfen, welches besonders unsere Problemherde beleuchtet", schreibt Leon Köhler, stellvertretender JuLi-Kreisvorsitzender, im Bericht für freiheit.org. "Doch es ist wichtig, entschieden zu sagen, dass Chemnitz viel, viel mehr ist."

Es gäbe in Chemitz eine starke Zivilgesellschaft, engagierte Unternehmer und Wissenschaftler und eine breite bürgerliche Mitte, erläutert Köhler. Es sei notwendig, dass die Menschen nun auch "vorangehen und zeigen, dass die Mitte hier und jetzt gebraucht wird", fordert er. "Sie muss ihren Platz einnehmen zwischen den Extremen." Denn es gehe um die Verteidigung der Werte des Grundgesetzes und der Meinungs- und Pressefreiheit sowie um die Ablehnung von Ausgrenzung und Ressentiments.

Von der Politik fordert Köhler vor allem Transparenz und beste Bildung. "Demokratie funktioniert nur mit Demokraten", betont er. "Daher ist es für uns essentiell, dass in den Schulen junge Demokraten erzogen werden, welche durch exzellente politische Bildung wissen, wie wichtig unsere Freiheiten, Rechte und Pflichten sind." (ch)

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