FDPPartei

Freie Demokraten setzen auf Frauenpower

Christian LindnerChristian Lindner will die FDP besser und weiblicher machen

Die FDP muss nach den Worten von FDP-Chef Christian Lindner weiblicher werden. Der Frauenanteil bei den Mitgliedern liegt aktuell bei 22 Prozent. Mit einer modernen Gesellschaftspolitik, einer Politik für beste Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei die FDP die beste Wahl für Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen möchten, betont Lindner. Für Frauen, die nicht linke Wirtschaftspolitik wählen wollten, aber auch die ewiggestrigen Rollenbilder von CSU und AfD ablehnten, hat Lindner eine klare Botschaft: "Wir brauchen ihre Hilfe, um unsere Partei weiterzuentwickeln."

Die männerdominierte Führungsriege von Innenminister Horst Seehofer (CSU) kritisiert Lindner als "aus der Zeit gefallen". Für den FDP-Chef ist eindeutig: "So wollen wir nicht sein." Die FDP werde konsequent darauf setzen, die weibliche Perspektive und die Geschlechtergerechtigkeit in der Partei weiter zu stärken und in ihrem Programm noch innovativer zu werden.

Diese Zukunftsperspektiven sollten auf dem Bundesparteitag im Mai besprochen werden, erklärt Lindner. "Die FDP hat sich in den vergangenen vier Jahren sehr verändert, wir sind zeitgemäßer geworden. Jetzt muss ein nächster Schritt kommen", ist er überzeugt. Denn: "Wenn wir 2021 in Deutschland einen Richtungswechsel erkämpfen wollen, dann müssen wir die Zeit bis dahin nutzen, um noch besser zu werden." Dies bedeute auch, sich aktiv um Wählerinnen, weibliche Mitglieder und Führungskräfte zu bemühen. "Ich sehe da ein ungehobenes Potenzial", führt er aus. (ch)

Kommentare (4)

Hannelore Gliemann
08.04.2018 - 12:52
Schön, dass die FDP endlich mal aufgewacht ist! Ich war bei der Gründung der "Liberalen Frauen" dabei und kann mich noch gut an die gereizte Stimmung und das sauertöpfische Gesicht von Graf Lamsdorf sen. erinnern, weil die FDP- Frauen ein bisschen mehr Einfluss haben wollten. Der Zug ist eigentlich schon fast abgefahren!
Renate Hausknecht
07.04.2018 - 21:21
Na endlich begreift auch unsere Männerriege ,dass in der FDP bereits seit längerer Zeit mitarbeiten. Für die jungen, gut ausgebildeten Frauen wünsche ich mir massive Unterstützung durch die Vorstände bezüglich der Karrierepläne in der Partei und Politik.
Anna Osterath
05.04.2018 - 09:55
Die Idee, mehr Frauen in die liberale, politische Arbeit einzubeziehen, ist richtig und wichtig. Ich bin Mitglied im Vorstand des OV Grenzach-Wyhlen, bin selbstständig als Umweltplanerin und Mediatorin. Ich empfehle das Förderprogramm für Liberale Frauen. Hier besteht die Möglichkeit, die Grundlagen politischer Arbeit zu erlernen. Gesine Meissner und Nicola Beer haben sich in meinem Ausbildungsgang engagiert und Einblick in die politische Arbeit der FDP-Frauen gegeben. Sie haben ihre persönlichen Erfahrungen über den Spagat zwischen Familie, Arbeit und Politik mit uns geteilt - sehr höhrenswert. Mein Fazit: German Mut braucht Frauen-Power!
Ingrid Porbeck
04.04.2018 - 19:23
Es stellt sich die Frage: Warum treten so wenig Frauen in die FDP ein und warum ist die Zahl der weiblichen GDP- Wählerinnen deutlich geringer als die der männlichen Wähler? Liegt es an den häufig „technokratischen“ Themen? Sind die Frauenorganisationen der Partei zu schwach? Bringen wir Erziehungs- und Gesellschafts Aspekte unserer Bildungspolitik zu wenig „an die Frau“? Das Image einer „Männerpartei“ müssen wir schleunigst ablegen. Damit sollten sich der Bundesvorstand und Parteitage befassen. Erst wenn wir für Wählerinnen attraktiver werden und mehr Frauen bei uns aktiv sind,haben wir des Recht, uns über Seehofer u Co zu empören. Mit liberalen Grüßen Ingrid Porbeck, Bad Reichenhall
Social Media Button