FDPDatenschutz-Umfrage

Für bessere Verschlüsselung und mehr Selbstbestimmung

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Unter dem Titel "Auf Wiedersehen, Privatsphäre?" hat das Computermagazin "CHIP" Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gefragt, wie Privatsphäre und Datenschutz im Jahr 2025 aussehen sollten. Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Vorstandsmitglied der Stiftung für die Freiheit und Justizministerin a.D., ist Verschlüsselung für jeden Nutzer ein wichtiges Ziel. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hofft, dass jeder Bürger als Eigentümer seiner Daten entscheiden kann, wer wann wozu welche Daten lesen darf.

"Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Ohne modernen Datenschutz werden die Bürger zu reinen Objekten und verlieren ihre Selbstbestimmung an globale Datenkraken", warnt Leutheusser-Schnarrenberger. "Deshalb sind 2025 technischer Datenschutz und Verschlüsselung ohne Staatsschlüssel für jeden Nutzer und nicht nur für IT-Profis selbstverständlich. Die G20 befassen sich jährlich mit Datenschutz als Qualitätsmerkmal, die digitale UN-Agenda von 2018 wird fortlaufend aktualisiert und Manager der globalen IT-Konzerne kämpfen ständig um das beste Gütesiegel für ausgezeichneten Schutz der Privatsphäre."

Beer stellt sich vor, dass persönliche ID-Karten mit Signatur und zusätzlichen Schutzmechanismen wie Biometrie und Zwei-Faktor-Authentifizierung den Zugriff auf private Daten sichern werden. "Alle Daten befinden sich zentral in einem hochgesicherten Systemverbund. Die Protokollierung jedes fremden Zugriffs macht Kontrolle wirksam und missbräuchliche Zugriffsversuche verfolgbar", führt sie aus. Voraussetzung dafür seien neue Verschlüsselungstechnologien und qualifizierte Zugriffs- und Berechtigungslogiken ohne Hintertüren, so die Freidemokratin.

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