FDPBildung

Für eine große Exzellenzinitiative in der Lehre

Symbolbild für Schule
09.03.2015

Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern findet beim Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) Unterstützung. Die LHG fordern allerdings mehr Ambition bei der Finanzierung und der Anerkennung von Qualifikationen und Abschlüssen. Die Initiative sei ein "Schritt in die richtige Richtung, weg vom enormen Förder- und Reformdefizit in der Lehrerausbildung", so LHG-Chef Sascha Lucas. "Die Projekte haben das Potenzial, das Lehramtsstudium praxisnäher zu gestalten."

Die immer noch unzureichende Anerkennung von Leistungen und Abschlüssen unter den Universitäten und Ländern sehen die Liberalen Hochschulgruppen allerdings nach wie vor kritisch. "Das geht auf Kosten der Flexibilität der Lehrenden und senkt die Attraktivität des Berufes nachhaltig. Wir erwarten von Land und Bund hier Taten, statt leerer Versprechungen", verlangte Lucas.

Beste Bildung kostet auch etwas

Die Liberalen Hochschulgruppen kritisieren außerdem den Umfang des 500-Millionenpaketes. Durch die Ausschüttung von 100 Millionen Euro werden in der ersten Phase 19 Modellkonzepte in der Lehrerausbildung unterstützt. Innerhalb von zehn Jahren sollen die Gelder dann auf mehr als 25 Hochschulstandorte verteilt werden. Lucas mahnte: "Zwar loben wir ausdrücklich die Intention der Offensive, exzellente und damit besonders förderungswürdige Projekte zu unterstützen. Allerdings fordern wir die finanzielle Aufstockung und inhaltliche Verbreiterung des Pakets hin zu einer echten Exzellenzinitiative in der Lehre, von dem alle Studiengänge profitieren können." Denn: Unterfinanzierte und maximal durchschnittliche Lehre sei nicht nur ein Lehramtsproblem.

Bereits im vergangenen Herbst hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) Sympathie für diese Idee geäußert. "Wir wollen und brauchen die beste Bildung für nachwachsende Generationen und sollten uns das auch etwas kosten lassen. Ein Gedankenumschwung, der der universitären Lehre endlich einen hohen Stellenwert einräumt, ist längst überfällig", verdeutlichte der LHG-Chef.

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