FDPDas aktuelle Interview

Für eine starke liberale Stimme im Osten

Dresden, Erfurt, PotsdamDie Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg werfen ihre Schatten voraus
19.06.2019

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg ist für die Wahlkämpfe in Sachsen, Brandenburg und Thüringen zuständig. Sie erklärt im Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung, wie ihre Wurzeln und Erfahrungen ihre Arbeit prägen. Sie komme aus Ostdeutschland, kenne den Osten und sei seit 20 Jahren in der FDP, fasst sie ihre besondere Qualifikation zusammen. “Die Parteienlandschaft ist in Bewegung wie nie zuvor und wir kämpfen für eine starke liberale Stimme in allen drei Landtagen“, sagt Teuteberg.

Die Unterschiede im Wählerverhalten in Ost und West zeigten, dass ostdeutsche Prägungen und Erfahrungen bisher in der politischen Debatte kaum eine Rolle gespielt hätten, stellt Teuteberg klar. “Das muss sich ändern.“ Insbesondere die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen bräuchten Unterstützung. Die Gelder dürften jedoch nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgegeben werden, unterstreicht sie. “Wir wollen einen klaren Schwerpunkt auf Bildung, Forschung und Infrastruktur. Statt Aktionismus brauchen wir gute Ideen. Und die haben meist die Menschen vor Ort, nicht Reißbrettzeichner in Berlin.“

Beim Landesparteitag der FDP Thüringen legte die FDP-Generalsekretärin en detail dar, wie sich sie die Zukunft des Ostens vorstellt: “Ich bin der festen Überzeugung, dass Ostdeutschland durchaus Taktgeber der Zukunft werden kann.“ Sie verwehrt sich gegen die Stigmatisierung der Region als strukturschwach, abgehängt und demokratieskeptisch.

“Wir wollen die Zukunft gestalten, wir wollen die Voraussetzungen schaffen, dass Wirtschaft, Unternehmen und Menschen hier in Thüringen weiter wachsen können, dass neue Arbeitsplätze entstehen und damit neue Chancen. Ostdeutschland habe die Chance, Antworten auf Fragen zu finden, vor denen in Zukunft ganz Deutschland stehen werde. Damit Bürger und Unternehmen allerdings ihr volles Potenzial entfalten könnten, brauche es entsprechende infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowohl in den Städten als auch auf dem Land.

 

Die Freien Demokraten hätten ein Angebot, das die Bedürfnisse der Menschen im Osten berücksichtige. Im Zentrum stehe dabei die Entlastung der Bürger. Sie führt aus, dass sowohl der Erwerb des ersten Eigenheims von der Grunderwerbsteuer befreit als auch der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden soll. Denn entgegen mancher Legende, entlaste die Abschaffung des Soli besonders Menschen in Ostdeutschland, “die sonst doppelt bestraft werden“, betont sie. Das wäre der Fall, wenn nach dem Auslaufen des Solidarpaktes zwar kein Geld mehr in den Osten flösse, die Menschen dort aber gleichzeitig für die Zahlung des Soli zur Kasse gebeten würden. Darüber hinaus setze die FDP auf einen handlungsfähigen Rechtsstaat.

Demokratie, Soziale Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit stärken

Die Landtagswahlen seien ein wichtiges Signal für den Bund und die Große Koalition, unterstreicht Teuteberg. Die Freien Demokraten wollten mit einem guten Ergebnis zeigen, dass es in ganz Deutschland “eine Sehnsucht nach Fortschritt und Veränderung“ gebe. “Wir wollen das Vertrauen der Menschen gewinnen, die Anhänger der Sozialen Marktwirtschaft sind, aber das Gefühl haben, dass Europa diesen Anspruch nicht mehr ausreichend erfüllt.“

“Wir müssen Demokratie, Soziale Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland wieder stärken“, stellt Teutberg klar. Für dieses Ziel kämpfe die FDP mit aller Kraft, jedoch ohne dabei Ängste zu schüren und das Land zu spalten. “Gemeinsam mit den Thüringern, Brandenburgern und Sachsen wollen wir in den nächsten fünf Jahren weiter anpacken.“

Kommentare (4)

Hain
20.06.2019 - 12:49
Ich glaube die FDP ist zur Zeit die Partei die nach meiner Meinung die beste Lösungsvorschläge für die Zukunft bietet. Ihre Generalsekretärin spricht genau das an was die Ostdeutscheinländer dringend brauchen. Eine Sichere Zukunft für Arbeit und Wohlstand wie im Westen. Die Menschen sind genauso gut wie wir im Westen und brauchen auch eine Gute Bildung, denn der Mittelstand in Ostdeutschland sucht auch Hände ringend gut Ausgebildete Fachkräfte . Ich bin wirklich ein neue Wählerin Ihrer Partei und Sie sind unsere Zukunft. Die Gespräche vor Ort sind ein wichtiger Bestandteil für einen Wahlerfolg. Bürger mit ins Boot hohlen ist genau Richtig. Finde Ihre Generalsekretärin echt Super und wünsche der FDP viel Erfolg. Lebe in Bayern und wähle jetzt auch die Zukunft die FDP. Meine Tochter hat recht sie hat mir die Augen geöffnet und ich bin von der CSU sehr Enttäuscht, aber ich denke FDP wählen bedeutet Fortschritt Wählen. Viel Erfolg wünscht Ihnen R. Hain aus Bayern-Schwaben Horgau.
Dr.Jaser Tadros
20.06.2019 - 12:33
Bezueglich der naechsten Landtagswahlen in Ostdeutschland bin ich mir 100% sicher , dass die FDP wieder in allen betreffenden 3-Bundeslaendern einziehen wird ,unter Fuehrung von Frau Linda Teuteberg und der FDP -Mannschaften in diesen Bundeslaendern , insbesondere , dass Frau Teuteberg aus Ostdeutschland stammt und die Mentalitaet und die Probleme der Buerger kennt und worunder sie leiden (z.B. Arbeitslosigkeit ; weniger Renten als im Westen---etc.) . Der Kampf fuer die naechste Landtagswahlen und die Mobilisierung aller Kraefte sowie Versammlungen und Veranstaltungen muessen ab diesem Zeitpunkt beginnen ,um das Vertrauen und Glaubwuerdigkeiten der Buerger dort zu gewinnen und dadurch alle andere Kraefte u.Parteien von rechts und links daran zu verhindern u. die FDP als staerkste Kraft mit einem zweistelligen Ergebnis zu erzielen und zu machen . Ich wuensche Frau Teuteberg und die Mannschaften der FDP in Ostdeutschland viel Erfolg u.Fortschritt und vorwaerts in die Zukunft
Thomas Wendlandt
20.06.2019 - 10:10
Sehr gut Frau Teuteberg, die Menschen in den neuen Bundesländern haben ganz andere Lebenserfahrungen gemacht als die Bevölkerung der alten. Man kann auch nicht die Lebensumstände in Bayern, NRW und Niedersachsen gleichsetzen. Nur haben die neuen BL die Möglichkeit flexibeler zu reagieren. Und genau DA bieten sich die größten Chancen. Die Menschen sind nicht fauler oder dümmer, nur wandern sie ab und das ist schade weil dieses Potential und die Power dort nicht mehr zur Verfügung steht. Ich bin ebenfalls in die FDP eingetreten weil sie jeden leben lässt so wie er es sich vorstellt. Die FDP steht für freies Gedankengut und dem Leistungsprinzip. Wer sich mit den Themen nüchtern auseinander setzt erkennt dass Sozialität, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit sich nicht ausschließen. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall einen sehr guten Wahlkampf mit einem hervorragenden Ergebnis.
Walter Herrmann
14.06.2019 - 20:55
Frau Teuteberg, Sie verstehen es genauso wie Christien Lindner, mit seiner Agenda für die Fleißigen, die FDP wieder nach vorne zu bringen. Die meisten Medien unterstützen uns leider nicht und die Sozialverbände und Gewerkschaften hetzen ständig gegen die FDP, das hat sich in vielen Köpfen der Bürger festgesetzt. Also müssen wir uns selber helfen, vor allem mit sozialliberalen Themen, die Bürger zu erreichen. In Bayern hat man das leider noch nicht begriffen. Hier wird eine Sommertour ohne sozialliberale Themen gestartet. Wundert man sich da noch, daß die FDP von vielen Bürgern immer noch als die Partei der Besserverdienenden gesehen wird und in Bayern schlechtere Wahlergebnisse eingefahren werden wie im Bundesdurchschnitt. Ich bin in die FDP eingetreten um mitzuhelfen "Mehr Netto vom Brutto" und "Arbeit muß sich wieder lohnen" in die Praxis umzusetzen und ein unsinnige Bürgerversicherung, sowie Rot, Rot, Grün zu verhindern.
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