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Kein Kita-Karneval ist verkopfte Fehlentscheidung

Ein Junge in FliegermonturEine Erfurter Kita will nicht, dass die Kinder am Rosenmontag und Karnevalsdienstag verkleidet in die Einrichtung kommen.
27.01.2020

Eine vom Studierendenwerk Thüringen betriebene Kindertagesstätte in Erfurt hat Eltern aufgefordert, Kinder am Rosenmontag nicht verkleidet in die Betreuung zu geben und gedroht: "Mitgebrachte Faschingskostüme bleiben an beiden Tagen im Fach des Kindes." Man wolle keine Stereotypen oder Heldenverehrung bedienen, heißt es. Für den Thüringer FDP-Chef Thomas L. Kemmerich, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes und der Stadtratsfraktion seiner Partei, ist dies eine "verkopfte Fehlentscheidung, die Kinder wichtiger traditioneller Kulturerlebnisse beraubt“.

Er erklärte, die Freien Demokraten in der Landeshauptstadt und Karnevalshochburg Erfurt positionierten sich klar gegen den Beschluss der betreffenden Erfurter Kindertagesstätte. "Das Selbstbestimmungsrecht der Familien sollte im Vordergrund stehen und nicht durch Generalverbote oder Bevormundung ihrer Kinder deren Individualität eingeschränkt werden.“

Kemmerich engagiert sich seit vielen Jahren für die etwa 30.000 Karnevalisten im Freistaat und ist Präsident der Gemeinschaft Erfurter Carneval (GEC). "Karnevalszeit bedeutet gerade für Kinder ganz einfach unbefangen Spaß am Verkleiden haben zu dürfen und dabei in eine andere Rolle zu schlüpfen. Die Freiheit, sich als Löwe, Superheld oder Prinzessin verkleiden zu können, sollte vielmehr gefördert und nicht aus falschverstandenen kulturpädagogischen Gründen verwehrt werden."

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