FDPGleichstellungspolitik

Kritik aus der Union an der Ehe für alle ist unsinnig

Die FDP fordert die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche PaareDie FDP fordert die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare
29.06.2017 - 17:00

Einigen Unionspolitikern ist offenbar jedes Mittel recht, um die Öffnung der Ehe zu verhindern. Ihre Behauptung, die Ehe für alle mit vollem Adoptionsrecht sei verfassungswidrig, weist FDP-Vize Wolfgang Kubicki kühl zurück. Die Darstellung der Christdemokraten sei ziemlicher Unsinn, stellt der Jurist klar. "Denn Artikel 3 GG schließt eine Diskriminierung auch aufgrund sexueller Orientierung aus – und der verfassungsrechtliche Schutz der Familie nach Artikel 6 ist nicht auf heterosexuelle Lebensgemeinschaften beschränkt", hebt Kubicki hervor.

Demnach habe der Gesetzgeber die einfachgesetzliche Möglichkeit, eine entsprechende Regelung zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen, so der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende weiter. Sowohl die Darstellungen aus den Reihen der Union als auch die machttaktischen Erwägungen der SPD sind aus seiner Sicht kein passender Umgang mit einem wichtigen und emotionalen Thema. Für die Freien Demokraten gilt es, die Vielfalt der Liebe anzuerkennen und jetzt im Sinne der Gerechtigkeit zu handeln. "Wir halten die völlige Gleichstellung für richtig und rechtlich geboten", verdeutlicht Kubicki.

Kommentare (1)

Trueteam
29.06.2017 - 18:23
Ich finde die Ehe für alle auch richtig. Allerdings finde ich sollen im Interresse des Kindeswohl ein gleichgeschlechtliches Paar ein Kind im Regelfall erst adoptieren dürfen , wenn das Kind 16 Jahre alt, da es für das Kind schon eine besondere Situation sein kann. Ansonsten dürfen aber keine unterschiede zwischen einer Homoehe oder eine Hetroehe sein.
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