FDP, FraktionenSerie: Die neuen FDP-Abgeordneten

Mario Brandenburg und der Coworking Space der FDP

Mario Brandenburg ist ab dem 24. Oktober Mitglied des Deutschen Bundestages Mario Brandenburg ist ab dem 24. Oktober Mitglied des Deutschen Bundestages
10.10.2017 - 11:45

“Wer, außer den Freien Demokraten, hat das schon?“, fragt Mario Brandenburg, frisch gewählter Abgeordneter des Bundestages und zeigt auf den Raum, in dem die Fraktion der FDP  i.G. ihren vorübergehenden Arbeitsbereich hat: Der FDSpace. Die FDP sei momentan wie ein Start-Up, ein Unternehmen im Aufbau. Digitalisierung first, Bedenken second: Der Angestellte eines Software-Konzerns weiß genau, wovon er spricht.

“Die Digitalisierung ist die große Chance“, sagt Brandenburg. “Wir müssen den Menschen die Angst vor dem Wandel nehmen, den die Digitalisierung bringt. Wir müssen die Vorteile aufzeigen und frühzeitig beginnen, digitale Kenntnisse in Schulen zu unterrichten.“ Brandenburg bringt Erfahrungen aus der Branche mit. Sowohl im Vertrieb als auch beratend war er tätig und sieht die Defizite aber auch die Chancen für Deutschland. “Momentan könnte ein Start-Up wie Uber nicht in Deutschland entstehen“, erklärt er. “Die Bürokratie verhindert dies schlicht."

Sein Wissen über die Digitalisierung rührt von seinem Studium der Wirtschaftsinformatik her. Für die FDP entschied er sich aufgrund seiner persönlichen Haltung und der Grundüberzeugung für den Schutz der individuellen Freiheiten. Als er in den Gemeinderat zog, tat er dies nicht, um Politikkarriere zu machen, sondern um sich kommunal zu engagieren. Brandenburg möchte gute Rahmenbedingungen gestalten, die Generationengerechtigkeit ermöglichen, Europa positiv hervorheben und die Zukunft für seine Tochter im Blick haben.

Vieles in Deutschland sei jedoch in den vergangenen Jahren liegen geblieben. Trendwenden in der Politik sind seiner Ansicht nach nun unabdingbar. Kosmopolitische Problemstellungen und nationale Herausforderungen seien zum Teil nicht mehr voneinander zu trennen. “Digitalisierung und Internationalisierung gehen Hand in Hand“, sagt Brandenburg. Die FDP, gerade mit dem momentanen Start-Up Charakter, gehe hier voran. Man müsse intellektuell beweglich bleiben, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Der überzeugte Europäer ist ein Digital-Experte für die FDP. Für ihn ist klar: Die Zukunft kann kommen.

Kommentare (1)

Joachim Fehr
11.10.2017 - 13:52
Die Digitalisierung kommt unaufhaltsam auf uns zu. Die Schnelligkeit nimmt wahrscheinlich noch mehr Fahrt auf. Diese Tatsache verursacht deutliche Ängste. Deshalb ist es aus meiner Sicht unbedingt erforderlich, dass die FDP diese Ängste aufnimmt und auch die Digitalisierung aktiv gestaltet. Durch: 1. Politische Rahmengestaltung der Digitalsierung durch eine ausgewogene Gesetzgebung, die Chancen nutzt und Risiken minimiert. 2. Eine speziell auf die Digitalisierung ausgerichtete Ergänzung der Datenschutzzgesetzgebung. Der Datenschutz der Bürgerinnen und Bürger sollte dabei eine überragende Priorität bekommen. 3. Die Punkte 1 und 2 sollten zur Aktualisierung nahezu permanent überprüft werden. Der stetige Wandel erfordert auch von der Gesetzgebung entsprechende Anpassungen. 4. Die besondere Vielfalt der Aufgaben sollten durch ein Ministerium für Digitales eine deutliche Aufwertung der Bedeutung erfahren.

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