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Mut zu echter Reform der Öffentlich-Rechtlichen

Nicola BeerNicola Beer

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind dringend reformbedürftig. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer appellierte an die Intendanten, endlich den Mut für eine echte Reform aufzubringen. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland ist zu teuer, träge und aufgeblasen", kritisierte Beer. Die Freien Demokraten fordern bereits seit Langem eine Reduktion der Sender und digitalen Angebote von ARD und ZDF.

Die FDP-Generalsekretärin konstatierte, dass eine Schlankheitskur überfällig sei. "Eine Reduzierung auf weniger Sendeanstalten bei der ARD erhöht die Effizienz und die Qualität", unterstrich Beer. Darüber hinaus müsse mit einer Reform "dringend eine Reduzierung der Zwangsgebühren verbunden sein", hob sie hervor. Die Schmerzgrenze sei durch die Kosten von über acht Milliarden Euro pro Jahr schon lange überschritten. "Es ist zu hoffen, dass die Intendanten den Mut aufbringen, eine echte Reform durchzusetzen."

Transparenz erhöhen

Der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof will bis Ende März einen Bericht über die juristischen Rahmenbedingungen für mehr Transparenz der öffentlich-rechtlichen Sender vorlegen. Hintergrund sind Forderungen nach der Offenlegung etwa von Honoraren oder Vertragsdetails bei Sportrechten.

Kommentare (3)

HHBln.
02.01.2018 - 15:30
Guten Tag, - ich schließe mich ganz und gar meinem vor Diskutanten (Stefan, 28.11.2016) an!
Mark
28.11.2016 - 20:35
Eine verfassungswidrige Zwangsabgabe ist mit liberalen Grundsätzen nicht vereinbar. Die FDP sollte sich dafür einsetzen, den sog. Rundfunkbeitrag abzuschaffen oder zumindest für Leute, die keinen Fernseher haben, zu beseitigen.
Stefan
28.11.2016 - 12:44
Wenn Ihr Eurem liberalen Leitbild treu wäret, würdet Ihr die ersatzlose Streichung des Rundfunkbeitrages fordern. Wie kann es sein, dass alle Bürger nur ganz bestimmte Medien finanzieren müssen und sich womöglich alternative Medien nicht mehr leisten können, weil dadurch ihr Medienbudget erschöpft ist? Wie kann es sein, dass 30 000 ARD und ZDF-Mitarbeiter sich mittels eines eigenen Inlandgeheimdienstes namens "Beitragsservice" eine ganze Bevölkerung überwachen, bespitzeln und drangsalieren dürfen? Wie kann es sein, dass völlig Mittellose die üppigen Gagen, Gehälter und Betriebsrenten von "Medienstars", Talkmastern und überbezahlten Angestellten bezahlen müssen? Warum soll ich die Schlösser und Paläste von Thomas Gottschalk finanzieren müssen? Nein, ARD und ZDF müssen abgeschafft werden, und deren Mitarbeiter müssen in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Sollen sie am Arbeitsmarkt zeigen, was sie wirklich wert sind.

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