StiftungRaif Badawi Award

Mutig wie Badawi: Die Nominierten stehen fest

Der Preis unterstützt mutige Journalisten und erinnert an die anhaltende Inhaftierung von Raif BadawiDer Preis unterstützt mutige Journalisten und erinnert an die anhaltende Inhaftierung von Raif Badawi
05.09.2017 - 14:00

Die Stiftung für die Freiheit vergibt in diesem Jahr zum dritten Mal den Raif Badawi Award. Der Preis würdigt den Einsatz mutiger Medienschaffenden in überwiegend islamisch geprägten Weltregionen und macht auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Er wird am 11. Oktober auf der Buchmesse in Frankfurt verliehen. Bis dahin stellt die Stiftung die Nominierten vor. Es geht los mit Meydan-TV, einer erfolgreichen Online-Nachrichtenplattform im Exil, die sich als Stimme für Aserbaidschan versteht: Ein Land, in dem es keine freie Presse gibt.

Die mehrsprachige Onlineplattform mit Sitz in Berlin erreicht eine halbe Million Abonnenten bei Facebook und rund 70.000 Follower bei YouTube. Das Team arbeitet mit Bürgerjournalisten in Aserbaidschan, die ihre Bilder und Informationen an die Redaktion schicken, obwohl Mitarbeiter verfolgt, zum Teil verhaftet und ihre Familien bedroht werden. Trotz Racheaktionen des autoritären Regimes arbeiten Menschen in Aserbaidschan weiterhin der Plattform zu. Damit gelingt es Meydan-TV immer wieder, die offizielle Propaganda zu widerlegen. Am Beispiel der Plattform machte die Washington Post im vergangenen Jahr fest, dass es digitalen Medien gelingen könne, "abgeschottete Gesellschaften zu erreichen und Tyrannen zu umgehen".

Die weiteren Nominierten für den Raif Badawi Award 2017 sind: Lina Attalah (Chefredakteurin Mada Masr, Ägypten), Ahmad Mhidi Mohamed (Reporter Ayn al-Madina und Mitarbeiter Financial Times, Syrien), Raed Fares (Gründer und Manager Radio-Fresh FM, Syrien) und Ahmet Şık (investigativer Journalist und Buchautor, Türkei).

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