StiftungEuropäischer Investitionsplan

Private Investoren stärken Juncker-Plan und europäische Integration

Private Investoren bringen europäische Initiativen voranPrivate Investoren bringen europäische Initiativen voran
27.07.2018 - 14:30

Gerade noch rechtzeitig vor der Brüsseler Sommerpause kam eine Erfolgsmeldung aus der EU-Hauptstadt: Marktwirtschaftliche Finanzierungsprojekte wie die Investitionsoffensive für Europa, auch Juncker-Plan genannt, zeigen Wirkung. In den vergangenen drei Jahren konnten über projektbezogene Bonds der Europäischen Investitionsbank (EIB) knapp 900 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 335 Mrd. Euro unterstützt werden. Die EIB unter ihrem liberalen Präsidenten Werner Hoyer war maßgeblich am Erfolg des Programms beteiligt, das vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) zugutekommt. Für freiheit.org nimmt Europa-Expertin Carmen Gerstenmeyer den Plan und die Schlüsselrolle von privaten Investoren dabei unter die Lupe.

Rund 700.000 KMUs erhielten durch die Investitionsoffensive Zugang zu besseren Finanzierungsmöglichkeiten, insgesamt wurden 898 innovative Vorhaben unterstützt, berichtet die Stiftungsexpertin. "Dazu gehörten Breitbandverbindungen für 15 Millionen europäische Haushalte ebenso wie eine bessere Infrastruktur für 95 Millionen Europäer oder erneuerbare Energien für 7,4 Millionen Haushalte", erläutert sie. Auch berufsbildende Maßnahmen für Flüchtlinge in Finnland oder Projekte für erneuerbare Energien in Griechenland wurden gefördert. "Ganz gleich, wie man das Instrument letztendlich nennt: angesichts immer wieder aufflammender Diskussionen über die Zukunft der europäischen Integration und die zunehmende Infragestellung des europäischen Projekts durch Populisten bietet der Juncker-Plan klare und finanziell messbare Argumente für den Mehrwert europäischer Kooperation", betont sie.

Warum der Schlüssel zum Erfolg der Investitionsoffensive darin lag, private Investoren mit ins Boot zu holen, und wie es nun weitergeht, erzählt Gerstenmeyer in ihrer Analyse für freiheit.org. (ch)

Kommentare (1)

Ralf Becker
28.07.2018 - 16:17
Von dem Juncker-Plan halte ich gar nichts. Unser Geldwesen funktioniertnicht und nur ein Neustart mit etwas völlig anderem könnte helfen. Wir sozialisieren Schulden und leihen uns auf diese Weise Geld von den Banken aus, das diese aus dem Nichts schöpfen. Die Geldeinkommen kassieren vergleichsweise wenige Personen und daher können immer mehr Schulden nicht zurückgezahlt werden, weil das viele Geld nicht in den breiten Geldumlauf gelangt, wodurch es dann bei den Banken nicht mehr zur Geldvernichtung kommt. Die Geldmenge steigt daher immer schneller an und die Ungleichheit verschärft sich, was eine Kriegsgefahr ist. Die Marktwirtschaft funktioniert mit Fiatgeld gar nicht. Die weltweiten Schulden liegen schließlich zurzeit bei ca. 247 Billionen US-Dollar und diese explodieren immer schneller. Bei unserem Geld gibt es also erhebliche Denkfehler, die wir finden und beseitigen müssen.
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