FDPFlüchtlingspolitik

Schnelles Bleiberecht für benötigte Fachkräfte

Wolfgang KubickiWolfgang Kubicki fordert mehr Pragmatismus in der Flüchtlingspolitik

FDP-Vize Wolfgang Kubicki setzt sich dafür ein, dass Flüchtlinge mit bestimmten Qualifikationen künftig schnell aus den Asylverfahren herausgeholt werden. "Wir sollten ihnen Bleibeberechtigungen geben, damit sie in den Arbeitsmarkt integriert werden können", forderte er im Gespräch mit der dpa. Dies gelte für das Handwerk, aber auch für die Pflege und andere medizinische Berufe, bei denen Deutschland dringend mehr Personal brauche. "So könnte ein wesentlicher Teil des Fachkräftemangels abgebaut werden", hob er hervor.

Angesichts der jüngsten Ausschreitungen und Gewaltausbrüche um Flüchtlingsheime forderte der Freidemokrat auch deutlich mehr Sicherheitskräfte zur Kontrolle der Lage, inklusive Polizei. "Wir brauchen ausreichend Personal, um die Einrichtungen zu schützen und um Konflikte in den Unterkünften zu regeln", unterstrich Kubicki. Auch mehr Sensibilität bei der Unterbringung von Menschen aus "völlig verschiedenen Kulturkreisen" sei angebracht. Wichtig sei es auch, die Bürger rechtzeitig über geplante neue Flüchtlingsunterkünfte zu informieren. "Die Hilfsbereitschaft des ganz überwiegenden Teils der Bevölkerung ist riesengroß, aber Menschen wollen nicht überrascht werden", betonte er.

Insgesamt müsse die tägliche Praxis in der Flüchtlingspolitik den Realitäten angepasst werden. "Wir sollten uns noch klarer darüber werden, dass wir es nicht mit einer Welle zu tun haben, die einmal ankommt und dann wieder aufhört", gab Kubicki zu bedenken. Vielmehr sei es zu erwarten, dass die Zahlen in den nächsten Jahren so hoch bleiben oder noch steigen würden. Vor diesem Hintergrund befürwortete er bessere Integrationsangebote. Außer Deutschkursen würden auch Präsentationen gebraucht, die den Flüchtlingen das Leben in Deutschland erklären, forderte Kubicki.

Kommentare (1)

Harry-B
24.08.2015 - 16:39
Gemäß Genfer Konvention müssen Kriegsflüchtlinge aufgefangen werden. Seinerzeit hatte man daran gedacht, dass sie heimtnah verbleiben würden um nach Beendigung zurück in ihre Heimat zu gehen um diese wieder aufzubauen. Man konnte sich nicht vorstellen, dass diese bis nach Deutschland reisen wo es neben einem Dach über dem Kopf, Essen und Kleidung sogar noch ein Taschengeld gibt, dass arme Deutsche nicht nicht bekommen. Und wenn Frau Merkel laut gerufen hat, wir brauchen Facharbeiter dann darf man sich nicht wundern dass sie kommen. Es ist beschämend, dass wir uns jetzt die Besten aussuchen um unsere Defizite zu kaschieren. Die Facharbeiter müssten als erste zurück in ihre Heimat weil sie da am dringensten gebraucht werden. Und die fehlenden Facharbeiter in Deutschland muss Deutschland selbst ausbilden. Auch muss die Politik den Rahmen setzen damit deutsche Familien wieder mehr Kinder bekommen.
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