FDPWahl zum Ministerpräsidenten

Signal der Geschlossenheit der NRW-Koalition

Christian LindnerChristian Lindner will an die Arbeit gehen
27.06.2017 - 16:30

Letzte Etappe für Armin Laschet auf dem Weg zum Regierungschef von Nordrhein-Westfalen: Am Dienstag hat sich der CDU-Landeschef im Düsseldorfer Landtag zur Wahl als Ministerpräsident gestellt - und wurde im ersten Wahlgang mit den 100 Stimmen von Union und FDP gewählt. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner war schon im Vorfeld sicher, dass es so kommt: "Weil es um die Sache geht - und wir sind geschlossen", sagte er im ARD-Morgenmagazin.

"Die hundert Abgeordneten werden stehen. Wir haben sieben Jahre Opposition gegen Rot-Grün gemacht, und jetzt wollen wir mit der Arbeit anfangen", so Lindner. "Wir haben am Arbeitsmarkt viel zu tun, das Bildungssystem muss besser werden, die Menschen haben die Erwartung, dass der Rechtsstaat handlungsfähig wird, versprach der FDP-Chef rasche Veränderungen zu Verbesserung der Inneren Sicherheit, Korrekturen in der Schulpolitik und eine "Entfesselung" von Handwerk, Mittelstand und Industrie. "Jetzt geht es darum, schnell Maßnahmen einzuleiten, damit in Nordrhein-Westfalen ein politischer Richtungswechsel möglich wird."

Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der CDU in Nordrhein-Westfalen: "Wir haben hier sehr gut und sehr professionell, geräuschlos miteinander gesprochen. Keine Partei musste ihre rote Linie verletzen und beide Parteien konnten ihre Profilpunkte setzen. Bei uns ging es um innovative Arbeitsplätze, Digitalisierung, Glasfaserausbau, wir übernehmen Verantwortung für die Bildung von der Kita bis zur Schule. Das war uns wichtig." Mit dem Koalitionsvertrag sei "eine Balance zwischen den eigenen Punkten und denen der politischen Kollegen anderer Parteien gefunden worden", sagte er auch mit Blick auf das Jamaika-Bündnis in Schleswig-Holstein. NRW sei jedoch keine Blaupause für den Bund, das belegten auch die Bündnisse, die die FDP in anderen Bundesländern eingegangen sei. "Die FDP ist eine eigenständige Partei", betonte Lindner im Inforadio.

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