FDPMobilität der Zukunft

Wasserstoff statt Batterie

BRennstoffzelle, laborBrennstoffzellen könnten in der Mobilität der Zukunft eine wichtige Rolle spielen - wenn die Politik sie lässt

“Es ist zu teuer, nicht auf Technologieoffenheit zu setzen“, stellt FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer klar. Er appelliert an die Politik, beim Klimaschutz auf Technik und Innovation zu setzen. Im Gastbeitrag für die Südwest-Presse legt Theurer dar, weshalb die Wasserstoff-Brennstoffzelle der Batterie als Antrieb für Autos überlegen ist, welche Steine neuen Technologien in Deutschland in den Weg gelegt werden und wie andere Länder in diesem Bereich vorangehen.

“Stellen Sie sich vor, es gibt eine Auto-Technologie, die ohne die Abgasprobleme des Verbrennungsmotors auskommt, die viel weniger Umweltschäden beim Abbau und der Entsorgung aufweist als die batteriegetriebene Elektromobilität“, skizziert Theurer die Vorteile der Wasserstoff-Brennstoffzelle. Darüber hinaus könnte sie in drei Minuten aufgetankt werden und Deutschland sei bereits Technologieführer in diesem Segment. “Doch in Deutschland und Europa hat diese Technologie kaum eine Chance“, kritisiert er. Denn die Bundesregierung hätte sich auf die Batterie festgelegt.

Dabei habe beispielsweise die chinesische Regierung “längst den Kurs geändert, streicht Subventionen für Batterieautos radikal zusammen“, gibt Theurer zu bedenken. Auch in Japan sollen bald die ersten Brennstoffzellenautos in Serie gehen und “ganze Landstriche zu Wasserstoff-Clustern aufgebaut werden“. Wenn Deutschland weiter an der Batterie festhalte, verliere es den Anschluss - “und dies, obwohl deutsche Autohersteller und Zulieferer die Technik gut beherrschen“.

Die Diskriminierung der Wasserstoff-Brennstoffzellen müsse aufhören, fordert Theurer. “Technik und Innovation sind der beste Weg für den Klimaschutz.“ Die Aufgabe sei, die Ökologie mit den Bedürfnissen der Menschen zusammenbringen. Er verdeutlicht: “Dabei könnte das Thema Wasserstoff eine zentrale Rolle einnehmen.“

Liberales Klimaschutzkonzept

Die Freien Demokraten haben auf ihrem Bundesparteitag im April ihr eigenes Klimaschutz-Konzept beschlossen. Ziel des vom 70. Ord. Bundesparteitag beschlossenen Antrags ist es, Wirtschaftswachstum vom Treibhausgas-Ausstoß zu entkoppeln und den Klimaschutz mit marktwirtschaftlichen Instrumenten voranzutreiben. Ein erweiterter Emissionshandel mit Zertifikaten soll dabei als "zentrales Leitinstrument" dienen.

Kommentare (3)

Thomas Schöttle
30.07.2019 - 23:03
Sehr geehrter Herr Theurer, ich freue mich sehr über ihre Unterstützung der Wasserstoff-Brennstoffzelle. Aus meiner Sicht ist eine CO2 neutrale Energie-Wirtschaft nur möglich durch den Ausbau regenerativer Energien wie Windkraft und Photovoltaik und die Vermeidung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Gas. Die Erzeugung von Wasserstoff aus überschüssigem Strom kann dabei als Energie-Speichertechnologie benutzt werden und der so entstehende Wasserstoff zum Betrieb z.B von Brennsoffzellen-Autos benutzt werden. In diesem Prozess entsteht nicht 1g CO2 und alle Probleme wären gelöst. Diese Technologien stehen zur Verfügung und es ist meines Erachtens jetzt höchste Zeit diese auch konsequent zu nutzen. Bitte bleiben sie am Ball und entwickeln sie einen Masterplan für die notwendigen Schritte.
José Gomes
25.07.2019 - 11:45
Sehr geehrter Herr Theurer, Sie sollten sich für den Unsinn schämen, den sie hier verbreiten. Wasserstoff ist leider keine Alternative zur Batterie, denn ein Wasserstofffahrzeug, auch eines mit Brennstoffzelle, verbraucht für die gleiche Fahrstrecke ca. das 3,3-fache an Strom im Vergleich zur Batterie, denn Wasserstoff ist nur ein Sekundärbrennstoff. Er muss erst aus Strom oder Biomasse hergestellt werden, wenn es regenerativ sein soll. Das ist mit Kosten und Energieverlusten verbunden. Darüber hinaus ist die Reichweite bei Brennstoffzellenfahrzeugen mittlerweile schlechter als bei der Batterie und der Fahrspaß geht sogar ganz verloren, weil Brennstoffzellen nur eine vergleichsweise geringe Leistung ermöglichen. Deshalb haben alle Brennstoffzellenfahrzeuge auch zusätzlich eine größere Traktionsbatterie an Bord. Ein Brennstoffzellenauto ist also wohl eher ein "Plug In - Hybrid" als ein Wasserstoffauto. Die Brennstoffzelle wirkt hier nur als schlechter "Range Extender".
Claus Friedrich Mayer
24.07.2019 - 22:05
Sehr geehrter Herr Lindner, Migration und Klimaschutz sind die zu lösenden Probleme. Libyen hat ein Küstenmeer von 9 sm Breite. Das kann aus der Luft überwacht werden (Satellit, Drohne oder Aufklärungsflugzeug ohne die Hoheitsrechte zu verletzen. Wenn dann jedes Flüchtlingsfahrzeug sofort auf hoher See aufgebracht wird, können die Geretteten per Schiff in ihre Heimat in ordentliche Lager gebracht werden. Machen die Heimatländer mit ? Emissionshandel nur auf europäischer und einem "Schwundfaktor", der sicherstellt, dass die Gesamtmenge der Zertifikate auf Dauer nicht höher ist als das angepeilte CO2- Ziel und eine Lenkungswirkung verbleibt. Einbeziehung aller CO2 Erzeuger (Flugverkehr Inlandverkehr und die Hälfte der Auslandsstrecken. Die andere Hälfte erhält das Ziel-Land das Besteuerungsrecht. Ähnlich der Schiffsverkehr

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