FDPDas aktuelle Interview

Wir wollen die Zukunft Deutschlands gestalten

Nicola BeerNicola Beer: Die FDP will die Zukunft Deutschlands gestalten
06.06.2017

In NRW und Schleswig-Holstein konnte die FDP gute Ergebnisse einfahren. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer beteiligte sich im Gespräch mit der Frankfurter Neuen Presse nicht an Koalitionsspekulationen sondern sprach über die Inhalte und Ziele der Partei. "Unsere Gesellschaft braucht mehr Geschwindigkeit, um die Globalisierung und Digitalisierung der Welt zu meistern", verdeutlichte Beer. Die FDP beantworte im Gegensatz zur politischen Konkurrenz die Fragen, wo Deutschland hinwolle und wie das Zusammenleben funktionieren solle.

"Für uns gilt, dass die Menschen nicht in Freiheit leben können, wenn es keinen starken Staat gibt, der unsere Regeln auch durchsetzt", führte die FDP-Generalsekretärin aus. Um die innere Sicherheit aufrecht zu erhalten, müssten die Sicherheitskräfte personell und technisch besser ausgestattet sowie potenzielle Gefährder konsequent abgeschoben werden.

Die anlasslose Vorratsdatenspeicherung lehne die FDP allerdings nach wie vor ab, stellte Beer klar. "Wir sind dagegen, dass flächendeckend die Daten der Bürger ausspioniert und gespeichert werden." Die Geheimdienste sollten sich auf die Gefährder konzentrieren, statt einen immer größeren "Heuhaufen der Daten" aufzuschütten. Ohne entsprechende Ausstattung werde es dann immer schwieriger, die Nadel im Heuhaufen auch zu finden, konstatierte sie.

Entlastung für faire Balance zwischen Privat und Staat

"Um die Bürger steuerlich zu entlasten, sind wir für die Abschaffung des Solidaritätsbeitrags und der sogenannten kalten Progression im Steuerrecht", erklärte Beer mit Blick auf die Rekordsteuereinnahmen des Fiskus. Auch die sozialen Sicherungssysteme müssten konsolidiert und zukunftssicher gemacht werden. Aus Sicht der FDP sei der Erwerb von Wohneigentum die beste Altersvorsorge. "Um das zu unterstützen, machen wir uns für einen 500.000-Euro- Freibetrag stark, der Menschen unterstützt, die Wohneigentum schaffen. Wir wollen, dass die hartarbeitende 'Mitte der Gesellschaft' gefördert wird", hob sie hervor.

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