FDPDemografischer Wandel

Akuter Fachkräftemangel erfordert innovative Lösungen

Nicola BeerFDP-Generalsekretärin Nicola Beer fordert eine Rückbesinnung auf den Generationenvertrag.
11.11.2014

Die neue Demografie-Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Eckart Bomsdorf alarmiert: Deutschland altert schneller als bisher gedacht. FDP-Generalsekretärin Nicola Beer sieht die Haltung der Liberalen bestätigt. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müsse die Rente mit 63 zurückgenommen werden. Außerdem brauche Deutschland ein modernes Einwanderungssystem wie in Kanada und Australien, um qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen.

Die Studie sei ein Denkzettel für die Große Koalition, unterstrich die FDP-Generalsekretärin. Die Ergebnisse machten deutlich, dass Deutschland für einen verstärkten demografischen Wandel mitnichten gewappnet sei. "Statt heute schon an morgen zu denken, verjubelt die Große Koalition alle Reserven", kritisierte Beer mit Blick auf Mütterrente, Rente mit 63 und Mindestlohn.

Für eine Rückbesinnung auf den Generationenvertrag

Schwarz-Rot müsse endlich zur Vernunft kommen und anfangen, die Zukunft zu gestalten, verlangte die Liberale. "Dafür müsste sie eingestehen, dass das Rentenpaket ein kapitaler Fehler war." Das Rentensystem enkelfit zu machen, werde nicht durch immer neue Leistungen gelingen, die nicht mal mittelfristig finanziert werden könnten. "So machen sich Union und SPD zum Totengräber der gesetzlichen Rente", konstatierte Beer.

Als Reaktion auf den demografischen Wandel sprach sich Beer für eine Wiederbelebung des Generationenvertrages aus, der allen Generationen gerecht werden müsse. "Das geht nur mit einem Vorsorgemix aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Vorsorge", erklärte sie. Dafür bräuchten die Bürger finanziellen Spielraum, der nur über Entlastungen geschaffen werden könne.

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