FDPMobilität der Zukunft

Batterieautos nicht auf Teufel komm raus durchsetzen

Parkplatz, Elektroauto, ladestationFDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer plädiert bei der Mobilität der Zukunft für Innovation und Technologieoffenheit.
23.07.2019

Im Rahmen der Debatte um die Mobilität der Zukunft spricht sich Präsidiumsmitglied Michael Theurer gegen das Vorgehen der Großen Koalition aus, Batterieautos um jeden Preis durchzusetzen. “Dieser Weg basiert auf dem höchsten Hochmut: dem Glauben, in die Zukunft schauen zu können. Angelblich würde sich diese Technologie durchsetzen.“ In seinem Gastbeitrag für die taz plädiert er für Technologieoffenheit und Elektroautos mit Wasserstoffantrieb.

Theurer sieht bei der Brennstoffzelle im Vergleich zur Batterie zahlreiche Vorteile. So sei laut einer Studie dies Fraunhofer Instituts “die Wasserstoffbrennstoffzelle bereits bei Autos ab 250 Kilometer Reichweite klimafreundlicher“. Umweltschäden durch Batterieproduktion und - entsorgung ließen sich vermeiden und auch gingen keine 100 000 Arbeitsplätze allein in Deutschland verloren. Das FDP-Präsidiumsmitglied stellt ein Umdenken insbesondere bei den Grünen fest und führt deren Papier an, in dem Offenheit für Wasserstoff gefordert wird. Theurer geht sogar noch weiter: “Das könnte 2021 die Grundlage für eine grün-gelbe Reformkoaltion in Baden Württemberg werden: Wasserstoffland Nr. 1."

Kommentare (1)

Dr.Ing. Werner Siebert
29.07.2019 - 12:23
Die blinde Erweiterung des Einsatzes von E-Energie ist auch noch bedenklich, wenn man die derzeitigen Wirkungsgrade der PtG-Energiespeicherung einschließlich der Rückverstromung beachtet. Der propagierte Anteil von 40%, 225 TWh an der gesamten Bruttoerzeugung von 648,9 TWhgilt nur, wenn keine Speicherung stattfindet und die Energieerzeugung durch Kohle- und Kernenergie abgesichert wird. Der Anteil von erneuerbaren Energien wurde mit einer installierten Leistung von 118,3 GW erreicht Konzentriert man die tatsächliche Produktion auf Vollasttage, deren Wert ca. 79,5 Tage beträgt (Erzeugte Energie / (installierte Leistung * 24h)), so muß von der erzeugten Leistung der größere Anteil zur Versorgung der „Nulllast-Tage“ zur Verfügung gestellt werden. Teilt man die 225 TWh alternativer E-Energie so auf, da die durchschnittlichen Tagesmengen gleich sind, reduziert sich die im Jahr zur Verfügung stehende erzeugte Bruttoenergie auf 102 TWh / 15,6% (H2) bzw 90 TWh /15,6% (NH4).

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