FDPFamilienpolitik

Betreuungsgeld gehört eingestampft

Katja Suding
29.07.2014 - 10:23

Aus Sicht des FDP-Präsidiumsmitglieds Katja Suding bestätigt eine neue Studie des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund zum Betreuungsgeld die Kritik der Liberalen. "Die Studie zeigt, dass das Betreuungsgeld falsche Anreize setzt und so verhindert, dass viele Kinder wichtige frühkindliche Bildungsangebote nutzen können", unterstrich Suding im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für die Liberale ist klar: Das Betreuungsgeld muss weg.

"Das CSU-Prestigeprojekt Betreuungsgeld gehört eingestampft", verdeutlichte die FDP-Politikerin in der "Welt". Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) müsse deshalb dringend handeln und nicht länger lamentieren, verlangte Suding. Sie stellte klar: "Das Betreuungsgeld abzuschaffen, ist eine Frage der Chancengerechtigkeit." Die Christdemokraten müssten nun erkennen, dass sie die Bundespolitik nicht für ihre Interessen missbrauchen dürften. "Mit der Dobrindt-Maut liegt allerdings schon der nächste Versuch auf dem Tisch", kritisierte Suding.

Hintergrund

Seit August 2013 erhalten Eltern, die weder ihr Recht auf einen Kita-Platz noch das Angebot einer Tagesmutter in Anspruch nehmen, staatliche Geldzuschüsse von 100 Euro im Monat. Das Betreuungsgeld gilt vom 15. Lebensmonat bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Die neue Studie des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund stellte allerdings fest, dass die Maßnahme vor allem sozial benachteiligte Familien dazu verlockt, staatliche Betreuungs- und Erziehungsangebote abzulehnen.

Kommentare (12)

R. Lutz
30.08.2014 - 23:59
Ich wünsche Frau Suding, so gesehen keinen WahlErfolg, mit ihrer Gesinnung und es wird kommen wie es kommen muss. Hamburg ist nicht die Zeit für eine Reinkarnation, einer Wiedergeburt, weil ich lese nichts neues und auch nichts liberales. Fremdbetreuung ist gleich Fremdbestimmung, dies ist was die Kinder an sich lernen werden und keine Spur von einer Selbstbestimmung, auch ein Grundpfeiler Liberaler Entwicklung. So wird der Familie Stück für STück Überlebensboden entzogen, klar wenn sie dafür keine Stimmen mehr geben wollen. Ich glaube nicht pauschal, dass die jungen Paare keine Kinder mehr haben wollen, vielen wollen nur kein Kind, ihr Kind nicht an dieses System so abgeben.... sie wollen es keinem Kind antun, nicht sie wollen keine Verantwortung für ein Kind übernehem, .... sie haben Verantwortung und wollen es nicht abgeben, in was sie kein Vertrauen haben, in ein System in welches sie kein Vertrauen mehr haben - und vor einer Reinkarnation, ist der Tod nun mal unausweichlich.
R. Lutz
28.08.2014 - 20:54
Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) will die Elternzeit radikal kürzen, 2012 - um Mütter schneller in die Erwerbstätigkeit zurückzuholen. "Sobald der Ausbau der Kinderbetreuung gewährleistet ist, sollte die Elternzeit stufenweise auf zwölf Monate abgesenkt werden", Deutschland habe mit bis zu drei Jahren die im europäischen Vergleich längsten Elternzeiten. Es geht somit gar nicht wirklich um die Kinder, im gewissen Sinn mußte auch dieses Märchen von einer Frühkindlichen Bildung erforscht und erfunden werden.
R. Lutz
28.08.2014 - 16:44
an dieser Einstellung zur Familienpolitik kann ich messen, wie es bei Frau Suding mit ihrer Liberalen Einstellung steht. Ja, so wenig Staat wie möglich wäre Liberal, wird immer wieder gepredigt. Egal und auch nicht egal, doch die Geschichte schreibt sich anders, als so manche/r denkt. Ohne Frage, in der DDR kannte sich der Staat schon mit der Massenerziehung aus und nun, sind die Ableger wohl die Bildungsberater, doch auch die Warner. In Hamburg wird die Rehinkarnation wohl noch nicht eingeleutet, wie ich lese, ist es auch gut so.
Dr.med.Tom Soukup
30.07.2014 - 21:42
Sehr geehrte Frau Suding kollektivistische Massenerziehung ist nicht richtig....Es ist wirklich das Erziehungsmodell der DDR....Ich finde das Betreuungsgeld sehr wichtig....Wünscht sich unsere Partei diese sozialistische Verhältnisse ? Ich kann nicht überhaupt zustimmen...Die beste Bildung - und Bindungspersonen sind nur die Eltern....Ich denke, die FDP ist keine linke Partei ....Wir sind FDP.... Sorry, Ihr seid sehr desorientiert in dieser Problematik...Die massive Subventionierung der Staatskrippen ist nicht effizient....Das Betreuungsgeld sind richtig. Mit bestem Gruß Tom Soukup, Kinderarzt, Vater von 3 Töchtern...
Dr. med. Marco van Gansewinkel
29.07.2014 - 19:39
Welche frühkindlichen Bildungsangebote sind gemeint. Erkennt meine Partei nicht folgende Gefahr. Mit genau dieser Begründung könnte das Ehegattensplitting abgeschafft, das Familiensplitting verhindert und die sozialistisch angehauchte Individualbesteuerung eingeführt, die Familie endgültig als einzig konsequente Säule einer Gesellschaft zum Wohle des Kollektivs geopfert werden. Jedes linke Gedankengut sollte die FDP ablegen, da es der Freiheit des Individuums und der kleinteiligen Gesellschaft zuwider läuft, letztlich die Mündigkeit begründende Eigenverantwortung mit Füßen tritt.
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