Stiftung10. Todestag Ralf Dahrendorf

Charme der Freiheit

Ralf Dahrendorf und Rudi Dutschke beim Bundesparteitag 1968Ralf Dahrendorf und Rudi Dutschke beim Bundesparteitag 1968 (Landesarchiv Baden-Wuerttemberg Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 085223u Bild 1)

Vor zehn Jahren starb Ralf Dahrendorf mit 80 Jahren. Zum zehnten Todestag des großen Liberalen wird auf einer Gedenkveranstaltung klar: Deutschland fehlt immer noch die freiheitliche Ader. "Ralf Dahrendorf hatte eine Intuition, mit der er Sachverhalte beschrieb, die hat man selten gesehe", erklärte der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Karl-Heinz Paqué, auf der Veranstaltung "The Charms of Liberty“ in der britischen Botschaft Berlin. Er erinnerte an die denkwürdige Debatte Ralf Dahrendorfs mit Rudi Dutschke Ende der 60er-Jahre. Für Dahrendorf war das selbstverständlich. Immer sprach er auf Augenhöhe mit anderen Menschen, wie auch seine Biografin betonte.

90 Jahre wäre Lord Ralf Dahrendorf in diesem Jahr geworden. Zu seinen Ehren lud die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kooperation mit der britischen Botschaft zu einer Paneldiskussion ein. Sir Sebastian Wood, britischer Botschafter in Berlin, erklärte in seiner Begrüßung, dass Dahrendorf nicht nur ein großer deutscher Soziologe war, sondern auch ein begeisterter britischer Politiker. "Schon damals hat Lord Dahrendorf eine Polarisierung gesehen – wie auch eine Atomarisierung der politischen Debatte“, sagte Sebastian Wood. Die alte rechts-links-Debatte sei abgelöst von einer Debatte zwischen einer offenen und geschlossenen Gesellschaft: "Die eine Seite möchte den Status Quo beibehalten, die andere Seite hingegen zu einer geschlossenen Politik zurückkehren."

Lesen Sie hier, was Dahrendorf-Biographin Franziska Meifort, der Historiker und ehemaliger Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin, Jürgen Kocka, Lukas Köhler MdB und Carl Cevin-Key Coste, Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit über Dahrendorf zu sagen hatten.

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