FDPWalther-Rathenau-Preis für Guido Westerwelle

Würdigung eines großen Europäers

Guido WesterwelleGuido Westerwelle ist posthum für sein außenpolitisches Lebenswerk mit dem Walther-Rathenau-Preis ausgezeichnet worden.
18.10.2018 - 17:00

Eine große Würdigung für einen großen Europäer. Der ehemalige FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle erhält den diesjährigen Walther-Rathenau-Preis. Mit der im Namen des liberalen Reichsaußenministers Rathenau (1867-1922) vergebenen Auszeichnungen werden Personen für ihre außenpolitischen Verdienste gewürdigt. Westerwelle, welcher von 2009 bis 2013 das Amt des Außenministers innehatte, erhielt nun posthum den Preis für sein außenpolitisches Lebenswerk. Er war 2016 an den Folgen eines Krebsleidens verstorben. Für die Freien Demokraten ist der Preis eine schöne Erinnerung an einen unvergessenen Verteidiger der offenen Gesellschaft.

Im Rahmen einer Festveranstaltung des Walther Rathenau Instituts in Berlin wurde die Auszeichnung verliehen. Westerwelles langjähriger Lebensgefährte und Witwer Michael Mronz nahm dabei den Preis entgegen. "Für mich ist der Walther-Rathenau-Preis ein Appell für die Zukunft – für ein gemeinsames Europa", betonte er bei der Preisverleihung. Der Vorsitzende des Walther Rathenau Instituts Hartmuth Jung pflichtete ihm bei. Er übergab den Preis mit den Worten: "Damit wir eine liberale Demokratie bleiben, der Guido Westerwelle so stolz gedient hat."

Zahlreiche Weggefährten und ehemalige Kollegen zeigten bei der Festveranstaltung ihre Anerkennung gegenüber dem 2016 verstorbenen ehemaligen FDP-Chef. Darunter auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und sein langjähriger Freund und Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey Philip D. Murphy. "Seine Stimme fehlt mir heute – nicht nur im Deutschen Bundestag", erklärte von der Leyen bei ihrer Rede. "Wir haben ihm viel zu verdanken, sowohl internationale Kooperationen als auch Freundschaften", erinnerte Murphy an den Freund und Kollegen Westerwelle.

Kommentare (2)

Bob Verstraten
24.10.2018 - 23:07
Er war ein "KANJER" - die Holländer verstehen, was damit gemeint wird !!
Horst Werner
19.10.2018 - 21:03
Guido Westerwelles Verweigerung des Ja zum Libyen-Abenteuer bewies Mut und Weitsicht. Nach den Flüchtlingsströmen aus einem destabilisierten Libyen nach Europa war es Obama, der den Libyen-Einsatz als den größten Fehler seiner Amtszeit bekannte. Der Rathemau-Preis kommt nicht zu spät, wenn Guido Westerwelles Nachfolger solche Weitsicht für globale Verantwortung zum Vorbild nehmem.
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