FDPTag der Erinnerung

Die Ambivalenz des 9. Novembers

MauerfallDer 9. November ist nicht nur ein Tag der Freude

Manchmal können sich Entwicklungen eines ganzen Jahrhunderts in einem einzigen Datum verdichten. Ein solches Datum ist für das "deutsche 20. Jahrhundert" zweifellos der 9. November. Viele zentrale Ereignisse jähren sich an diesem Tag. Für viele Menschen steht er für den Mauerfall. "Die Mauer ist nun ebenso lange Geschichte wie sie stand. Ein guter Grund, nachzudenken und ins Gespräch zu kommen über Lebensverhältnisse und Mentalitäten in Ost und West", sagt beispielsweise die brandenburgische FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg. Auch die Berliner Freien Demokraten erinnern sich dankbar an den Ausgang eines Stücks deutscher Geschichte.

Tag der Erinnerung

Da die deutsche Geschichte im vorigen Jahrhundert keine gradlinige Erfolgsstory darstellt, sondern im Gegenteil von zahlreichen, weitreichenden Verwerfungen geprägt gewesen ist, verbinden sich mit diesem Tag sehr unterschiedliche und sehr widersprüchliche Erinnerungen. FDP-Präsidiumsmitglied Hermann Otto Solms sagt: "Der 9. November sollte uns nachdenklich darüber machen, in welch glücklicher Phase wir heute leben. Wir müssen täglich darauf achten, dass wir nicht wieder in eine entgegengesetzte Entwicklung geraten. Deswegen sind alle in Deutschland aufgerufen, an den gesellschaftlichen Prozessen mitzuwirken und stets darauf zu achten, dass sich gefährliche Tendenzen zur Einschränkung der Freiheit, zur Intoleranz und zu Machtmissbrauch nicht entwickeln können."

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