StiftungTürkei in der Krise

Eine Analyse des türkischen Präsidialsystems

Erdogan-Auftritt in IstanbulWie funktioniert eigentlich das System, in dem Erdoğan der Herrscher ist?

Lange Zeit konnte der türkische Präsident auch mit guten Wirtschaftszahlen glänzen – ein Grund für die hohe Popularität von Recep Tayyip Erdogan. Doch inzwischen hat sich das Bild gewandelt: Die Türkei durchleidet eine schwere Wirtschaftskrise, zusätzlich belastet durch US-Sanktionen. Doch wie funktioniert eigentlich das System, in dem Erdogan der Herrscher ist? Aret Demirci, Projektkoordinator im Stiftungsbüro in Istanbul analysiert das türkische Präsidialsystems.

Und diese Analyse fällt ernüchternd aus. Demirci schreibt: Die internationale Teilnahme an der Vereidigungsfeier Erdoğans zeigte, welchen Stellenwert das türkische Präsidialsystem in der Welt hat: Auch wenn Erdoğan immer wieder wie der große Zampano in der Weltpolitik mitmischen möchte, war von den G-20 Staaten nur Russland vertreten – und das mit dem Ministerpräsidenten von Putins Gnaden, Dimtri Medwedew. Anstatt Merkel, Macron und Juncker tummelten sich vor dem Präsidentenpalast des EU-Beitrittskandidaten Türkei fragwürdige Politgestalten wie Venezuelas Nicolás Maduro, Sudans Omar al Baschir, der wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen international gesucht wird, und Ungarns selbsterklärter illiberaler Ministerpräsident Viktor Orbán – allesamt mittlerweile Erdoğans Stammgäste bei Feierlichkeiten."

Lesen Sie hier, wie der Projektkoordinator im Stiftungsbüro in Istanbul  die Ein-Mann-Herrschaft ohne jegliche Kontrollinstanz einschätzt.

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