StiftungRaif Badawi Award 2016

Einsatz für Redefreiheit und Selbstbestimmung gewürdigt

Dange-NWE-Journalistinnen mit Ensaf Haidar, Constantin Schreiber und Stiftungsvertretern. Bild: facebook.com/dange.nwehalabjaDange-NWE-Journalistinnen mit Ensaf Haidar, Constantin Schreiber und Stiftungsvertretern. Bild: facebook.com/dange.nwehalabja

Den Mutigen gehört die Zukunft. Zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse hat die Stiftung für die Freiheit den diesjährigen Raif Badawi Award for Courageous Journalists an die jungen Moderatorinnen eines irakischen Flüchtlingsradioprogramms verliehen. Zwei der Journalistinnen waren zur Preisverleihung eingereist und trafen sich außerdem zu Gesprächen mit Ensaf Haidar, Ehefrau des inhaftierten saudiarabischen Bloggers Raif Badawi, sowie mit der NGO Reporter ohne Grenzen. Ihre Kolleginnen in Halabja setzten die Arbeit tapfer fort und streamten die Preisübergabe per Facebook-Liveschalte.

In der Begründung der siebenköpfigen Jury hieß es: "Wir bewundern den Mut und das Engagement der jungen Frauen, die sich Journalismus in Eigenregie angeeignet haben. Weder zögern sie, kritische Themen anzusprechen, noch möchten sie ihren Kulturkreis verlassen. Im Gegenteil: Sie bleiben als Flüchtlinge im Irak und haben es sich zur Aufgabe gemacht, andere Flüchtlinge mit ihrem Programm zu unterstützen."

Hintergrund

Der Raif Badawi Award for Courageous Journalists, den die Stiftung für die Freiheit unterstützt, wurde von Badawis Ehefrau Ensaf Haidar und dem Journalisten Constantin Schreiber initiiert, um den Einsatz für Menschenrechte und Meinungsfreiheit in der islamischen Welt zu stärken. Gleichzeitig soll an den Fall des saudischen Bloggers erinnert werden, der wegen angeblicher "Beleidigung des Islam" zu zehn Jahren Haft, ratenweise eintausend Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde. Am Montag wurde bekannt, dass eine weitere Auspeitschung anstehen soll.

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