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FDP Bremen startet in heiße Wahlkampfphase

Wolfgang Kubicki, Lencke Steiner, Szusza Breier und Hauke Hilz beim WahlkampfauftaktWolfgang Kubicki, Lencke Steiner, Szusza Breier und Hauke Hilz beim Wahlkampfauftakt

Die Freien Demokraten in Bremen starten in die heiße Wahlkampfphase: Unter dem Slogan "Es geht um Euch" macht FDP-Spitzenkandidatin Lencke Steiner an der Seite von FDP-Vize Wolfgang Kubicki deutlich, was sie sich für die nächsten Wochen vorgenommen hat: "Unser Ergebnis soll zweistellig werden."  Kubicki ist sicher: "Die Bremer FDP wird mit Spitzenkandidatin Lencke Steiner ein gutes Ergebnis holen“. Zur Einstimmung auf den Wahlkampfauftakt haben sich die Freien Demokrate noch ein Extra-Schmankerl einfallen lassen: Wenige Stunden vor dem Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern ließen die Freien Demokraten Plakate mit dem Spruch "Noch nie dagewesen: 90 Minuten, in denen Rot-Grün ganz Bremen bewegt“ durch die Stadt fahren.

Wolfgang Kubicki ist überzeugt davon, dass die Freien Demokraten im Vergleich zur Wahl von vor vier Jahren deutlich aufholen werden. Er sagte, dass er auf "mindestens zehn Prozent diesmal“ setze. Unter viel Applaus fügte er hinzu: "Bremen braucht eine Chance, Lencke ist eine Chance.“ Mit Blick auf die Europawahl am 26. Mai, zu der die FDP-Bremen Zsuzsa Breier ins Rennen schickt, mahnte er, den Gedanken an ein "vereintes Europa mit vereinten Werten“ hochzuhalten.

Was zählt: Bildung, Sicherheit und Verkehr

Dann ergriff Lencke Steiner das Wort und setzte unter dem Slogan "Es geht um Euch“ im Atlantic Hotel an der Rennbahn nochmal die vier programmatischen Eckpfeiler in den Fokus: "Ich will die beste Bildung, eine Willkommenskultur für Unternehmen, fließenden Verkehr und mehr Sicherheit.“ Mit Blick auf das Thema Bildung sagte sie: "Beste Kitas sind die Basis für unseren Zwei-Städte-Staat.“ Es müsse einfacher werden, eine Kindertagesstätte zu gründen, um für ausreichend Plätze zu sorgen. "Höhere Leistungen an unseren Schulen“ seien unerlässlich. Auch forderte sie eine "staatliche Ausbildungsfähigkeitsgarantie“.

Beim Thema Sicherheit geht die FDP davon aus, dass Menschen sich „in manchen Straßen“ nachts unsicher fühlten: "Sie müssen mit Anmachen, Pöbeleien oder sogar Übergriffen rechnen.“ Mehr Licht, mehr Kameras und vor allem mehr Polizisten (2900 in Bremen, 540 in Bremerhaven) lautet die Forderung. Einschließlich besserer Ausstattung: "Das hilft im Kampf gegen kriminelle Clans, Verbrecherbanden und Hacker.“ Die FDP begreift Bremen als Autostadt sagt aber, dass ÖPNV, Fuß- und Fahrradverkehr "gleichberechtigt“ seien.

Der Verkehr müsse "im Sinne der Umwelt und der Wirtschaft" fließen. "Um unsere Mobilität umweltschonend, leise und bezahlbar zu machen, setzen wir auf intelligente Vernetzung der Verkehrsträger“. Bremen und Bremerhaven sollen "besser und häufiger über die Schiene“ verbunden werden. Die Universität soll einen Bahnhof erhalten.

Die Wirtschaft, Säule vier im Programm und zugleich Heimspielbasis der Freien Demokraten, soll mit schnellem Internet boomen: "Digitalisierung kann Bremens Jobturbo werden und für mehr Start-Ups und Arbeitsplätze sorgen.“ Die Verwaltung müsse digitaler werden. Auch Kitas seien ein Wirtschaftsfaktor– als "Schlüssel für mehr Beschäftigung“.

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