FDP, FraktionenSteigende Kosten

GroKo destabilisiert das ganze Rentensystem

Johannes VogelJohannes Vogel übt Kritik an den Rentenplänen der Großen Koalition

Unter Schwarz-Rot werden die Kosten des Rentensystems bald aus dem Ruder laufen. Bereits in der nächsten Wahlperiode würde die vereinbarte "doppelte Haltelinie" Finanzierungslücken verursachen, die nach den eigenen Angaben der Großen Koalition dann mit Steuermitteln gedeckt werden müssten. "Anerkannte Experten bestätigen genau das, was die Fraktion der Freien Demokraten seit der Neuauflage der Großen Koalition kritisiert: Die Rentenpläne von Union und SPD sind unbezahlbar und unverantwortlich", rügt FDP-Rentenexperte Johannes Vogel.

Vor allem die Manipulation der Rentenformel destabilisiere das ganze System, kritisiert Vogel. Er warnt: "Die Bürger werden durch die Wahlkampfgeschenke von Union und SPD mit Milliarden belastet, bezahlen dürfen am Ende besonders Jüngere und Geringverdiener." Denn auch die Forscher des Max-Planck-Instituts gingen davon aus, dass der Beitragssatz am Ende doch steigen werde. Letztendlich sei kein zusätzliches Steuergeld vorgesehen, dieses könnte auch nur über drastische Steuererhöhungen eingenommen werden, gibt Vogel zu bedenken. Für ihn ist klar: "Das ist eine fatale Politik zulasten der Zukunft. Insbesondere bei der Rente müssen wir in Generationen denken, nicht in Legislaturperioden." (ch)

Kommentare (2)

Brigitte Schlachter
07.07.2018 - 08:33
Die Anträge mit 63 in Rente zu gehen, können nur von Menschen gestellt werden, die ihre 45 Jahre Beiträge bezahlt haben. Ich wüsste gerne woher da die Dreistigkeit kommt diesen den mehr als verdienten Ruhestand nicht zu gönnen. Damals ging man mit 14-17 Jahren bereits in die Berufe. Heute weiß oft ein 30-Jähriger noch nichts von Leistung und Verdienst. Jemand der ab 58 arbeitslos wird hat kaum mehr eine Chance eingestellt zu werden. Und gerät nach 2 Jahren in den Strudel von Hartz, Frühverrentung und Betrug. Betrug: Man kürzt ihm sukzessive die erwirtschaftete Rente. Lächerlich zu behaupten die "ab 63-Jährigen" könnten den Fachkräftmangel ausgleichen. Die Politik hat verschlafen die Ausbildungen und DIE ARBEIT attraktiv zu halten. Die "Schaffer der Republik" haben keinen Bock mehr die Kosten für das Staatsversagen zu tragen. Oma: 2 Kinder und ein hartes Leben: 160 EUR Bruttorente/abzüglich 12 EUR KK. Rentenerhöhung: satte 3 EUR Brutto! Wir zahlen auch jetzt schon für sie mit.
Hartmut Piater
29.04.2018 - 17:47
Keine Dauerlösung, aber für eine Übergangszeit sehr gerecht: Es gibt in diesem und in den Folgejahren keine Rentenerhöhungen. Das dadurch freiwerdende Geld kommt auf die hohe Kante. Es dient dazu, künftige Beitragserhöhungen für eine längere Zeit zu vermeiden. Aber dies ändert nicht am Grundproblem: Die Beitragszahler werden weniger, die Rentner mehr.... Hartmut Piater
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