StiftungQ&A zur Altersvorsorge

Große Koalition hat mit klebriger Hand in die Rentenkasse gegriffen

Johannes Vogel schildert die künftige Entwicklung der RenteJohannes Vogel schildert die künftige Entwicklung der Rente

Wie kann ein modernes, gerechtes Rentensystem aussehen? Im Video-Livechat mit der Stiftung für die Freiheit schilderte FDP-Bundesvorstandsmitglied Johannes Vogel liberale Ansätze für die Rente der Zukunft. Im Hamburger "Mindspace" sprach er unter dem Motto "Faire Rente – Mission Impossible?" über das Verhältnis der Generationen zueinander und warnte vor desaströsen Folgen der jetzigen Rentenpolitik der Großen Koalition.

"Diese Bundesregierung ist gestartet mit einem Rentenpaket von 230 Milliarden Euro Umfang, was voll aus der Rentenkasse finanziert wurde, man hat also mit einer klebrigen Hand in die Rentenkasse gegriffen", kritisierte Vogel. Dieser Ansatz gehe eindeutig zulasten der Jüngeren. "Irgendwann wird uns das Geld ausgehen", prognostizierte er. Vogel plädierte für eine generationengerechte Finanzierung, damit nicht infolge immer neuer Leistungen die Beiträge weiter explodieren würden.

Bunte Arbeitswelt erfordert moderne Rentenmodelle

Der liberale Sozialpolitiker betonte, dass ein zukunftstaugliches Rentensystem auf mehreren Beinen stehen müsse. Die Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern aus seiner Sicht entsprechende Flexibilität bei der Altersvorsorge. "Es gibt doch heutzutage immer weniger Menschen, die ihr Leben lang nur denselben Job ausüben wollen. Die Lebensläufe sind doch wunderbar vielfältig, und wir müssen die Rente auch so vielfältig machen", gab Vogel zu bedenken. Deshalb gelte es, ein modernes Baukastensystem einzuführen. Es müsse möglich sein, mehrere Elemente aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge unbürokratisch zu kombinieren, forderte er.

Hier können Sie das Gespräch in voller Länge sehen.

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