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Grün-Schwarz soll Naturparks mehr fördern

Felder, Wiese, Natur, blauer HimmelNaturparks leisten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz

Die Freien Demokraten in Baden-Württemberg kritisieren die einseitige Bevorzugung des Nationalparks Schwarzwald gegenüber den Naturparks. In einer Landtagsdebatte über die Zukunft der baden-württembergischen Naturparks hat Klaus Hoher, Sprecher für den ländlichen Raum der FDP/DVP-Fraktion im Landtag, gefordert, die wichtige Arbeit der Naturparks besser zu unterstützen – insbesondere auch finanziell.

Die sieben Naturparks im Südwesten umfassten immerhin ein Drittel der Landesfläche, etwa 1,2 Millionen Hektar, gab Hoher zu bedenken. Trotz einer dünnen personellen Besetzung und geringen finanziellen Mitteln hätten die Mitarbeiter zwischen 2007 bis 2014 2500 Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung durchgeführt. “Dennoch schießt Grün-Schwarz für den Betrieb der sieben Naturparks pro Jahr nur 1,2 Millionen Euro zu“, kritisierte er. Im Vergleich dazu habe der Schwarzwald gerade einmal 10.000 Hektar, beschäftige 90 zum Teil hoch besoldete Landesbedienstete sowie Beamte und könne sich auf fast 9 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt 2019 verlassen. “Von den mehr als 50 Millionen Euro, die das Land für das neue Luxus-Besucherzentrum im Nationalpark ausgibt, will ich einmal gar nicht reden.“

Grüne bevorzugen eigene Prestigeprojekte

Die Ursache für diese Ungleichbehandlung sieht Hoher in der Zweiteilung des Natur- und Artenschutzes im Land. Während die Naturparks dem CDU-geführten Ministerium für den Ländlichen Raum unterstünden sei der Nationalpark dem grünen Umweltministerium zugeordnet. “Und wenn es ans Geldverteilen geht, sind sich die Grünen eben selbst am nächsten.“ Hoher forderte die grün-schwarze Koalition auf dem Finanzierungsvorschlag der Freien Demokraten zu folgen und “die einseitige Politik zugunsten des Nationalparks endlich zu beenden“.

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