FDP, FraktionenJugendpolitik

Kinder wirksamer vor Missbrauch schützen

Katja SudingKatja Suding fordert eine wirksamere Bekämpfung von Kindesmissbrauch

Alle wollen den Kindesmissbrauch unterbinden, über geeignete Wege zum Ziel wird jedoch weiterhin gestritten. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding fordert hier bessere Aufklärungsarbeit, aber vor allem mehr Personal bei Jugendämtern und Familiengerichten. "Sexueller Missbrauch ist vermutlich das Schlimmste, was einem Kind angetan werden kann", unterstreicht sie. Nicht zuletzt der drastische Fall eines wohl jahrelang missbrauchten Jungen in Freiburg zeige, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. "Der rechtliche Schutz von Kindern wird aktuell nur unzureichend umgesetzt", kritisiert Suding.

"Ein erster guter Schritt wäre eine Aufklärungskampagne gegen Kindesmissbrauch, um die Gesellschaft in ihrer Breite stärker für das Thema zu sensibilisieren", fordert die FDP-Fraktionsvize. Darüber hinaus brauche es aber vor allem eine bessere personelle Ausstattung der Jugendämter und mehr Familienrichter, um Kinder wirksamer zu schützen, wie es auch der Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig gefordert hatte. "So kann Kindesmissbrauch wirksamer verhindert, entdeckt und geahndet werden", verdeutlicht Suding. (ch)

Kommentare (3)

Stefan Jägers
24.01.2018 - 16:14
Hallo Frau Suding. Kindesmissbrauch ist nicht immer nur sexueller Art oder durch körperliche Gewalt zu definieren. Erheblich verbreiteter wird meiner Meinung nach der seelische Kindesmissbrauch sein, der zunächst einmal keinerlei sichtbare Spuren hinterlässt. Seelischer Kindesmissbrauch findet tagtäglich statt. Es können z. B. Kinder aus Trennungsfamilien sein, die nach der Trennung seiner Eltern einen Elternteil nicht mehr sehen dürfen, weil der andere Elternteil den Umgang behindert, erschwert oder komplett boykottiert. Der Verlust eines geliebten Elternteils kann schwerwiegende psychische Folgen für das betroffene Kind haben. Nach einer Trennung ist es in Deutschland leider "normal" und "üblich", dass ein Kind seinen Lebensmittelpunkt bei seiner Mutter hat und seinen Vater lediglich alle 2 Wochen am Wochenende kurz sehen darf. Das Kind verliert somit quasi eine seiner Hauptbezugspersonen. Abhilfe kann nur die konsequente Umsetzung der Resolution 2079 des Europarates schaffen. Gruß
Andreas Nestel
24.01.2018 - 09:45
Hallo Frau Suding, Hallo Herr Speer, Vielen Dank für diesen guten Kommentar - habe ich sofort RT... Übrigens an dieser Stelle und Gelegenheit auch schriftlich nochmals meine Entschulding für den Call am Fr. 13 Jan 2018 - mir ist eine erneute Auflage der #GroKo wirklich sehr sehr ungeheuer - und wie #CL richtig äußert, es wird sehr viele Steuergelder kosten (leider wieder im rückwärtzgerichteten Old Generation Bereich ... Wir brauchen Bildung Bildung incl. digitalem Grundverständnis insb für unsere jungen Mitbürger und unsere / deren Kinder !! Vielen Dank und Grüße aus dem Rheinland, Andreas Nestel
Ulrike
23.01.2018 - 17:55
Im Rahmen der Aufklärungskampagne sollte dringend auch darauf eingegangen werden, dass sogenannte "Schmuddelheftchen" mit Kinderpornografischen Abbildungen keine Kavaliersdelikte 2. Klasse sind, sondern dass für jedes Bild und jedes Filmchen auch tatsächlich und reell ein Kind missbraucht und misshandelt wird!!!

Diesen Artikel:

Ähnliche Artikel:

Social Media Button