FDPVerkehrpolitik

Landesregierung ist bei Fechinger Talbrücke überfordert

Oliver LuksicOliver Luksic
31.03.2016

Wegen statischer Mängel ist kurz vor Ostern die vielbefahrene Fechinger Talbrücke auf der A6 im Saarland für mehrere Monate gesperrt worden. Es handele sich um eine "unausweichliche Sofortmaßnahme zum Schutz der Verkehrsteilnehmer", so der Landesbetrieb für Straßenbau. Dabei stand die Brücke schon seit 2010 beim Bundesverkehrsministerium auf der Liste unter den vordringlich zu prüfenden Brücken. Die Regierung hatte zuvor aber beteuert, dass die Brücke dort nicht geführt wird. FDP-Landeschef Oliver Lukisc ist entsprechend erbost: "Entweder wurde bewusst gelogen oder das Saarland wird auf dem Niveau einer Bananenrepublik verwaltet."

"Während Staatssekretär Barke Chaos verursacht bleibt die Ministerin Rehlinger im Urlaub und die Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer auf Tauchstation", schimpft der Freidemokrat. "Diese Landesregierung ist offensichtlich völlig überfordert", verweist er darauf, dass "mit 6 Jahren Verspätung" eine Task-Force eingesetzt werde. "Leidtragende dieser chaotischen Politik sind die Autofahrer und Anwohner im Stau und die Steuerzahler im Land", so der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic.

Er fordert: "Das Land muss sicherstellen, dass Planung und Bau zügig voran gehen. Das Planungsrecht in Deutschland muss dringend vereinfacht werden. Angesichts der vielen sanierungsreifen Brücken und einer riesigen Investitionslücke müssen Planung, Bau und Betrieb von Bundesstraßen auch dringend effizienter organisiert werden."

Hintergrund

Wegen statischer Mängel ist kurz vor Ostern die vielbefahrene Fechinger Talbrücke auf der A6 im Saarland gesperrt worden - damit ist eine der Hauptverkehrsrouten im Großraum Saarbrücken bis mindestens Ende des Jahres in beide Richtungen gesperrt. Oliver Luksic hatte schon zu diesem Zeitpunkt eine Erklärung verlangt: "Die Landesregierung muss erklären, wieso es jetzt zu einer Vollsperrung durch statische Mängel ohne jegliche Vorwarnung kommt und ob in der Vergangenheit hier ausreichend geprüft und saniert wurde."

Die Landesregierung beteuerte daraufhin, dass die Fechinger Talbrücke nicht auf der Liste der besonders maroden Brücken gestanden habe. Jetzt musste das saarländische Verkehrsministerium eine Kommunikationspanne einräumen.

Kommentare (5)

Mischa Dippelhofer
03.04.2016 - 10:25
2010 war die FDP aber auch in der Landesregierung! Ansonsten: volle Zustimmung!
r.k.
02.04.2016 - 09:44
..das sehe ich genau so. Es handelt sich zu dem um eine wirtschaftliche Mega-Katastrophe, wenn eine Hauptverkehrsader mal so einfach geschlossen wird und niemand dafür verantwortlich ist. Ein großer und eventuell lang anhaltender Schaden in einem bereits witschaftlich weit abgehängten Bundesland. Das von unserer Ministerpräsidentin AKK bis heute völlig in dieser Sache abtaucht ist ein Armutszeugnis. Eigentlich müsste Frau AKK die Fechinger Talbrücke bezüglich der Dimension zur "Chefsache" erklären. Kurzum konzeptionslose, nicht nachhaltige und eventuell unverantwortliche Verkehrspolitik für die mal wieder Niemand verantwortlich ist (siehe Duisburg Love Parade). Dazu eine saarländische Medienlandschaft, welche sich zu diesem Thema auffallend kritiklos und undifferenziert zeigt. Mir tun nur die vielen Bürger leid, welche diese Suppe eventuell über Jahre auslöffeln sollen.
Michael Meyer
01.04.2016 - 07:34
Eine Riesensauerei! Mitwissend der Entscheidungsträger werden jahrelang die Wählerinnen und Wähler höchster Gefahr ausgesetzt. Wir werden über 5 Jahre, unwissend der Gefahr des Einsturzes, über die total marode Fechinger Talbrücke geleitet. Ich frage mich wie marode die Grumbachtalbrücke, Sulzbachtalbrücke oder die Illtalbrücke bei Eppelborn sind, über die täglich Mensch fahren (müssen). Die saarländische Regierung ist so nicht mehr tragbar. Vor kurzem die unrühmliche Situation mit Carling, dann Cattenom und nun die Verkehrssituation. Ein UNDING! Vor allem werden nun auch noch Bürger an der Umgehungsstrasse unnötigem Lärm und Dreck ausgesetzt. Nur eine Frage der Zeit, bis auch dort die Strassen im Eimer sind. Und was macht unsere AKK? Oder ihre Stellvertretung? Schweigen und Aussitzen! Frechheit!
Jo
31.03.2016 - 22:57
Wer war eigentlich 2010 Verkehrsminister an der Saar?
Micha
31.03.2016 - 18:50
Das Saarland schafft sich selber ab! Nur um Posten zu besetzen brauchen wir weder eine Frau Kramp-Karrenbauer noch eine Frau Rehlinger. Da werden immer tolle Reden geschwungen, zu allem und nichts eine Meinung publiziert und wenn es darauf ankommt haben die Damen ihren Laden nicht im Griff. Geprägt von Unfähigkeit wird im Nebel herumgestochert und wir Saarländer an der Nase herumgeführt. Sehr beruhigend wie lange mit dem Leben der Autofahrer gespielt wurde. Hauptsache wir haben einen Fledermaustunnel, auch wenn die Tiere diesen nicht nutzen. Schnell mal Geld verpulvert. Tunnellösung, Uni, Botanischer Garten, Museumsneubau - die Regierung ist nie verantwortlich. Es wird Zeit, dass wieder eine Partei in den Landtag gewählt wird die Problem richtig anpackt und die lahmen Landesbehörden auf Schwung bringt. Sonst bleibt nur noch die Empfehlung auszusprechen: Rheinland-Pfalz nimm uns bitte auf!
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