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Meinungsfreiheit unter Beschuss

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27.01.2017 - 14:45

In Pakistan sind mehrere kritische Blogger und Aktivisten verschwunden. Stiftungsexpertin Almut Besold berichtet über die Lage im Land und die Situation der Menschenrechte. "Der staatliche Geheimdienstapparat wird verdächtigt, für das Verschwinden verantwortlich zu sein. Dies ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit, mit welcher der Geheimdienstapparat mit dem Phänomen des Andersdenkens umgeht", erläuterte Besold.

Zwischen dem vierten und siebten Januar sind fünf pakistanische Blogger verschwunden: Waqas Goraya und Asim Saeed in Lahore, Salman Haider und Samar Abbas in Islamabad sowie Ahmed Raza Naseer in Sheikhupura. Sie haben gemeinsam, dass sie vielen Vorgängen im Land gegenüber kritisch eingestellt sind und das publik machen. "Unmittelbar nach ihrem Verschwinden kam es zusätzlich zu konzentrierten und zielgerichteten Verleugnungskampagnen gegen diese Blogger und Aktivisten", führte die Stiftungsexpertin aus.

Obwohl es keine handfesten Beweise dafür gebe, dränge sich der Verdacht auf, dass der pakistanische Geheimdienstapparat hinter diesen Aktionen steckt, so Besold. Sie verdeutlichte: "Die Verleumdungskampagnen gegen die verschwundenen Blogger und Aktivisten beinhalten unter anderem, dass die Verschwundenen islamfeindlich seien. Das ist in Pakistan aufgrund des geltenden Strafrechtes ein besonders schwerwiegender Vorwurf."

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