StiftungUmfragen-Ergebnisse

Russische Werte unter die Lupe genommen

Liberale Stiftungen analysieren russische Haltungen zu Demokratie, Rechtsstaat und Einwanderung. Bild: Stiftung für die FreiheitLiberale Stiftungen analysieren russische Haltungen zu Demokratie, Rechtsstaat und Einwanderung. Bild: Stiftung für die Freiheit

Die Stiftung für die Freiheit und die Boris-Nemtsov-Stiftung haben Russen und Deutschrussen zu ihrer Haltung gegenüber dem Kurs der Kreml befragt. Die Ergebnisse wurden am 10. Oktober auf dem Boris Nemtsov Forum in Berlin vorgestellt. Die Russland-Umfrage belegte eine ambivalente Einstellung gegenüber Demokratie, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit. Die russischsprachigen Bürger in Deutschland waren zu diesen Fragen durchaus anderer Auffassung.

Zu den Erkenntnissen aus der Russland-Studie gehörte die Feststellung, dass das Vertrauen, in der Öffentlichkeit frei zu sprechen, stark eingeschränkt sei. Daneben führe vor allem die schlechte wirtschaftliche Situation der Bevölkerung dazu, dass eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes als eines der größten Prioritäten gesehen werde. Knapp sechzig Prozent der Befragten befürworteten sogar mehr Planwirtschaft und staatliche Verteilung. Fast 70 Prozent der Befragten rechneten zudem damit, dass in den nächsten Jahren viele Russen ihre Arbeit verlieren würden.

Russen in Deutschland kritisieren hiesige Flüchtlingspolitik

Die in der deutschen Diaspora lebenden Russen fühlten sich zu über 80 Prozent gut integriert. Eine breite Mehrheit stehe hinter der deutschen Demokratie und informiere sich vorwiegend aus deutschen Medien. Allerdings setzten auch in Deutschland 30 Prozent der Befragten vorwiegend auf das russische Fernsehen und verneinten, dass das deutsche objektiver wäre. Außerdem habe sich die Mehrheit sehr negativ zur deutschen Flüchtlingspolitik geäußert.

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