FDPFinanzen

Steuertrend ist zutiefst ungerecht

Die Freien Demokraten fordern spürbare Entlastungen für die MitteDie Freien Demokraten fordern spürbare Entlastungen für die Mitte
23.03.2017

Die Einnahmen des Fiskus steigen unaufhörlich. Für FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing ein bedenklicher Trend. "Die sprudelnden Steuereinnahmen sind nicht nur Ausdruck einer starken Konjunktur, sie sind auch Ausdruck eines Staates, der bei den Steuern nach wie vor den Arbeitnehmern und den Unternehmen eine wirkliche Entlastung verweigert", kritisiert er. Wissing stellt klar: Soziale Gerechtigkeit heiße auch Steuergerechtigkeit.

Dass die SPD die Belastungen für die hart arbeitende Mitte noch weiter erhöhen möchte, ist für Wissing nicht zu rechtfertigen. "Immer weitere Ausgabenerhöhungen führen nicht zu mehr, sondern zu weniger Gerechtigkeit, da sie vor allem von den Beschäftigten finanziert werden müssen", unterstreicht er. Wissing ruft Union und SPD deshalb auf, das Steuersystem "aufstiegsfreundlicher und gerechter" zu gestalten, statt sich auf den hohen Einnahmen auszuruhen. "Für die FDP heißt das, der steile Anstieg der Steuerbelastung bei niedrigen und mittleren Einkommen muss beseitigt, die kalte Progression nachhaltig abgeschafft werden", verlangt er.

Kommentare (1)

Walter Herrmann
24.03.2017 - 09:47
Sehr geehrter Herr Wissing, daß der Steuertrend zutiefst ungerecht ist, stimme ich Ihnen voll und ganz zu. 2014 gab es aber auch 22,7 Millionen Steuerpflichtige, die keine Steuern mehr bezahlen mußten, das waren 28 % der Bevölkerung, inzwischen sind es bestimmt mehr. Wie will man diese Bürger entlasten? Der Bundesvorstand hat mit der "Schuldenbremse 2.0 realisieren - Versicherungsfremde Leistungen aus den Sozialversicherungen ausgliedern" die richtige Lösung beschlossen. Diese 22,7 Millionen Bürger, zu denen auch ich gehöre, zahlen steigende Sozialversicherungsbeiträge usw. voll aus der eigenen Tasche, während Besserverdienende, das steuerlich geltend machen können. Mir bringt auch Wohnraumförderung durch steuerliche Abzugsfähigkeit nichts mehr. 2016 habe ich mir eine Haustüre in mein Reihenhaus einbauen lassen, bekäme 140 € vom Finanzamt, Fehlanzeige. Dieses Jahr eine neue Heizung, steuerlich Fehlanzeige. Würde man hier einfach die MWST erlassen, hätten alle Bürger was davon.
Social Media Button