FDPVerkaufsoffene Sonntage

Verdi-Klage gegen eigenen Kompromiss ist beschämend

Marie-Agnes Strack-ZimmermannMarie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert das Vorgehen von Verdi gegen verkaufsoffene Sonntage
31.01.2017

Die Gewerkschaft Verdi ist in der Vergangenheit immer wieder gegen verkaufsoffene Sonntage in nordrhein-westfälischen Städten vor Gericht gezogen. Dass sie allerdings jetzt erneut gegen Sonntagsöffnungen klagen will, ruft FDP-Vize Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf den Plan. "Auch Verdi saß mit am Tisch, als 2015 der Kompromiss für die Sonntage gefunden wurde", stellte sie klar. Die FDP-Fraktionsvorsitzende in Düsseldorf kritisierte, dass Verdi mit ihrer Blockadehaltung den Einzelhandel schädige und so auch die Infrastruktur der Stadt.

Es liege in der Natur eines Kompromisses, dass dabei nicht jede Meinung zu 100 Prozent umgesetzt werde, so Strack-Zimmermann weiter. "Es ist beschämend, dass Verdi sich jetzt gegen den selber ausgehandelten Kompromiss an das Gericht wendet. So kann kommunale Zusammenarbeit nicht funktionieren", monierte sie.

Die Freien Demokraten können sich grundsätzlich Sonntagsöffnungen vorstellen und machen sich für die Entscheidungsfreiheit der Einzelhändler stark. Verdi erkenne offensichtlich nicht, dass sich das Einkaufsverhalten der Menschen verändert habe, gab Strack-Zimmermann zu bedenken. "Wer am Sonntagnachmittag shoppen möchte und das nicht in Düsseldorf tun kann, fährt in die Niederlande oder nutzt das Internet", führte sie aus.

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