StiftungBulgarien

Wahlen zwischen Extremen und Instabilität

In Sofia wurde ein neues Parlament gewähltIn Sofia wurde ein neues Parlament gewählt
29.03.2017 - 12:00

Die politische Landschaft in Bulgarien befindet sich im Ausnahmezustand. Stiftungsexperte Daniel Kaddik berichtete von den Parlamentswahlen und der Stimmung im Land. "Die dritten vorgezogenen Wahlen in nur vier Jahren sind alles andere als Ausdruck von Stabilität", verdeutlichte er. Eine Situation, die der ehemalige Premierminister Boyko Borissow bereits zum zweiten Mal zu verantworten habe.

Es verwundere nicht, dass der jüngste Wahlkampf aufgrund der ausgezehrten Parteikassen relativ bescheiden ausgefallen sei, führte Kaddik aus. "Die öffentliche Debatte war geprägt von ausländischer Einflussnahme und populistischer Rhetorik. Auf der Suche nach konkreten Reformvorschlägen wurde man lediglich bei kleineren Parteien fündig." Es habe jedoch nicht genug Antrieb gegeben, um die Mehrheit der politikverdrossenen Bulgaren zu mobilisieren. Bei nur etwa 50 Prozent Wahlbeteiligung und einem breiten Misstrauen in Politik und Institutionen hätten die etablierten Parteien mit ihren traditionellen Wählern leichtes Spiel gehabt.

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