StiftungDiskussionsveranstaltung

Wie retten wir die Rente?

Christian Lindner, Dr. Dietmar Bartsch und Alexander HagelükenChristian Lindner, Dr. Dietmar Bartsch und Alexander Hagelüken diskutieren über die Zukunft des Rentensystems (Foto: BDX Media/Simon Steinbrecher)

"Die Rente ist sicher" – ein Satz, der sich in das kollektive Gedächtnis der Deutschen einbrannte. Doch was Norbert Blüm 1997 als politisches Dogma festschrieb, ist für junge Generationen heute realitätsfremd. Die vermeintliche Rentensicherheit ist einer bangen Frage gewichen: Wie retten wir die Rente? Um Antworten auf diese drängende Frage zu diskutieren, lud die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zur Podiumsdiskussion #ZukunftderRente ein. Die Vorsitzenden der Fraktionen von FDP und Linke im Deutschen Bundestag, Christian Lindner und Dietmar Bartsch, diskutierten mit Alexander Hagelükens über dessen Vorschläge für eine faire Rente.

Die deutsche Rente beruht auf einem Generationenvertrag. Die Erwerbstätigen zahlen Beiträge in die Rentenversicherung ein, wovon die Renten der älteren Generation bezahlt werden. Ein Konzept, das angesichts des demografischen Wandels in seiner derzeitigen Form nicht zukunftsfähig ist. Die Rentenbeiträge in den 70er-Jahren waren niedriger als heute – gleichzeitig ist das Rentenniveau heute höher als in den 70er-Jahren. Das führt, laut Christian Linder, zu einer „krassen Überprivilegierung“ der heutigen Rentnergeneration gegenüber den Jüngeren.

Auch müsse die individuelle Lebensleistung stärker betont werden: Die Dauer und Höhe der Einzahlung in die Rentenkasse sollten sich in den späteren Altersbezügen widerspiegeln. Eine Grundsicherung sei notwendig, aber nicht per Gießkannenprinzip. Das Individuum trage selbst Mitverantwortung für das Alter. Deshalb müsse auch der private Vermögensaufbau stärker gefördert werden. Es sei nicht hinnehmbar, dass Deutschland – das Land der Sparer – beim Privatvermögen nur im europäischen Mittelfeld rangiere.

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