FDPDreikönigstreffen #3K17

Wir stehen wieder für die ganze Bandbreite des Liberalismus

Katja SudingFür Katja Suding ist das Thema Bildung zentral

2017 wird das wichtigste Jahr in der Geschichte der FDP. Vor dem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart sehen sich die Freien Demokraten gut aufgestellt. FDP-Vize Katja Suding erzählt im Interview mit der B.Z. warum: "Es hat sich viel getan in den letzten drei Jahren. Wir haben uns personell neu aufgestellt, einen neuen Ton gefunden." Vom Dreikönigstreffen werde das Signal ausgehen, dass es mit der FDP eine vernünftige Kraft in der Mitte gibt.

"Heute stehen wir wieder für die ganze Bandbreite des Liberalismus mit Gewicht auf Bildung, Rechtsstaatlichkeit und soziale Marktwirtschaft", ist Suding selbstbewusst.

FDP für mehr wirkliche Sicherheit

Auch beim Thema Terror sieht sich Hamburgs FDP-Chefin gut gewappnet: "Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie viel unsere Rechtsstaatlichkeit und unsere Bürgerrechte wert sind. Es braucht eine Partei wie die FDP, die sich immer wieder dagegenstemmt, sie zu opfern."

Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme ergänzte sie, dass es "in Zeiten, in denen Terroristen unser Land gefährden, mit der FDP eine Partei gibt, die sich für mehr wirkliche Sicherheit einsetzt und zugleich darauf achtet, dass wir nicht in einem Überwachungsstaat enden."

Im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 bekräftigte sie die Forderung der Liberalen nach einem Konzept für die Einwanderungspolitik: "Wir wissen, dass wir die Verantwortung haben, Menschen zu helfen, die aus Not und vor Terror und Krieg aus ihren Ländern fliehen. Wir wissen aber auch, dass wir den Menschen hier nur einen temporären Schutz geben können, dass die Menschen wieder in ihre Heimatländer zurückgehen müssen, wenn sich die Situation beruhigt hat."

Die Liberalen sind wieder da

Entsprechend optimistisch ist sie mit Blick auf die Bundestagswahl. Sie erinnert daran, dass die FDP über die Länder wieder auf die politische Bühne zurückgekommen ist.

Bei den anstehenden Landtagswahlen werde sie Schwung aufnehmen für eine erfolgreiche Bundestagswahl. Suding ist überzeugt: "Die schweigende Mehrheit der Wähler wird im Übrigen durchschauen, dass Populismus, wie ihn die AfD und in Teilen die CSU anbieten, keine Lösungen beinhaltet."

In der radioWelt auf Bayern 2 betonte sie, die FDP wolle sich als Partei der Vernunft und der Mitte präsentieren.

Gute Schulen und Hochschulen sind die beste Sozialpolitik

Die FDP sei viel breiter aufgestellt: "Wir wollen, dass der Bildungserfolg nicht mehr so stark von der sozialen Herkunft bestimmt wird und wir werden mit dem Ausbau der Infrastruktur, besonders der digitalen, eine bessere Zukunft gestalten. Das sind die Themen, die das Leben der Menschen direkt berühren. Und wir möchten die falsche Politik beenden, die derzeit von der großen Koalition gemacht wird. "

Suding macht zwar die Themen Flüchtlingspolitik, innere Sicherheit und Einbruchskriminalität als bestimmend für den Wahlkampf aus. Für sie ist aber das Thema Bildung zentral: "Gute Schulen und Hochschulen sind die beste Sozialpolitik. Dass der Bildungserfolg in Deutschland immer noch sehr stark vom Elternhaus abhängt, ist ein Skandal.“ Sie will den Menschen durch beste Bildung ermöglichen, auf eigenen Beinen zu stehen und den eigenen Lebensunterhalt zu sichern.

Bei der frühkindlichen Bildung anfangen

Auch in der radioWelt auf Bayern 2 betonte sie: "Für mich ist es absolut ein Skandal, dass in einem Land wie Deutschland, einem Industrieland, der Bildungserfolg immer noch so stark von der sozialen Herkunft bestimmt wird. Da müssen wir viel mehr tun, angefangen bei der frühkindlichen Bildung, über Digitalisierung in den Schulen, bis zur besseren Lehrerausbildung."

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