FDPHaushaltspolitik

Ausgabenschwerpunkt in der Bildung setzen

Bildungspolitik
05.02.2015 - 10:15

Der Bremer Senat greift einen Vorschlag der Liberalen auf und will mit dem finanziellen Spielraum im Etat nach der Entlastung des Landes bei den BAföG-Kosten die Hochschulen und Schulen fördern. FDP-Bildungspolitiker Magnus Buhlert begrüßte diese Entscheidung: "Endlich begreift der Senat, dass hier etwas getan werden muss." Für ihn ist jedoch klar: Die vorgesehenen 17 Millionen Euro reichen nicht aus, um Bremen langfristig auf die Überholspur bei der Bildung zu bringen.

Unter anderem fordern Bremens Freie Demokraten, dass die Mittel komplett bei den Hochschulen verbleiben und insbesondere der Lehre zu Gute kommen. Darüber hinaus müsse Bremen endlich einen Ausgabenschwerpunkt in der Bildungspolitik setzen – denn gute Bildung sei lebenswichtig für den Standort. "Alle Schüler sollen die Schule ausbildungsreif verlassen, lesen, schreiben und rechnen können sowie was von Wirtschaft und werken verstehen. Und exzellente Hochschulen gibt es nicht zu Nulltarif", verdeutlichte Buhlert.

Hintergrund

Weil der Bund die Kosten der Ausbildungsförderung von den Ländern übernimmt, konnten 17 Millionen Euro aus dem Bremer Haushalt umgewidmet werden. Der Senat der Hansestadt beschloss, das Geld unter den Hochschulen und Schulen zu verteilen. Vorgesehen sind unter anderem Sanierungen und Lehrereinstellungen.

Kommentare (1)

Gerolf Kurowski, Burgwedel
30.03.2015 - 16:53
Bereits heute stehen für 13 Kinder einen Vollzeitlehrer zur Verfügung, dazu noch jede Menge Hilfskräfte, Honorarlehrer Schulpsychologen  usw.  Wenn unsere Klassen also mit durchschnittlich 26 Kindern gefüllt sind, heißt das, dass bereits heute mindestens jede/r zweite Lehrer/in lebenslang vom Unterricht irgendwie vollständig befreit ist.  Die Hälfte, die überhaupt noch unterrichtet,  tut dies nur die  Hälfte eines Jahres. Die andere Hälfte haben die Schulen geschlossen (104 Sams-und Sonntage, 80 Ferien- und Feiertage)   Und in dieser Hälfte des Jahres wird dann nur die Hälfte einer Woche unterrichtet. Selbst 27 Unterrichtstunden a 45 Min. sind nur 20 richtige Stunden. Und in diesen Stunden fällt planvoller Unterricht dann im Schnitt zur Hälfte aus (Krankheit, Besprechungen, Fortbildungen,  Unvorbereitungen, verspäteter Stundenbeginn). Also nicht mehr Lehrer einstellen, sondern alle Lehrer in die Schule, ganztägig, ganzjährig. So geht Zukunft. Bildungspolitik-niedersachsen.de
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