FDPJunges Team für Europa

Das sind die FDP-Kandidaten zur Europawahl

Gruppenbild EU-KandidatenChristian Lindner macht ein Selfie mit den Top 10 der Kandidaten
30.01.2019

Die Freien Demokraten haben sich auf ihrem Europaparteitag für ihre Kandidaten zur Europawahl entschieden: Sie kürten FDP-Generalsekretärin Nicola Beer zu ihrer Spitzenkandidatin zur Europawahl. Aber ebenso interessant ist, wer hinter ihr auf der Liste antritt. Die Delegierten wählten ein engagiertes, junges Team, das mit Beer in den Wahlkampf zieht. Mit Svenja Ilona Hahn auf Listenplatz 2, Moritz Körner auf Listenplatz 4, Nicole Büttner-Thiel und Phil Hackemann auf den Listenplätzen 10 und 11 sind allein vier Junge Liberale unter den ersten fünfzehn Aspiranten für das Europäische Parlament.

Das zeigt, dass Europa und die europäische Idee gerade für die jüngere Generation nichts an Faszination und Bedeutung verloren hat. Das neue Europa-Gesicht der FDP ist Svenja Hahn. Direkt hinter Beer ist die 29-Jährige auf Platz zwei der Europaliste gelandet. Sie geht als Spitzenkandidatin der Jungen Liberalen (JuLis) und ihres Landesverbands Hamburg ins Rennen. Politik für die nächste Generation ist laut Hahn in der FDP keine "hohle Phrase", was sie im Europawahlkampf beweisen wolle.

"Individuelle Chancen entstehen vor allem durch den Zugang zu einer guten Ausbildung. Wir wollen die Bildungsfreizügigkeit als neue Grundfreiheit einführen und einen echten europäischen Ausbildungsmarkt schaffen. Berufsabschlüsse müssen unkompliziert anerkannt werden. Ich möchte, dass es keine Rolle mehr spielt, aus welchen EU-Land man stammt",  sagt die Präsidentin der liberalen Jugendverbände (LYMEC). Die Vision der PR-Managerin: "Eine EU, in der Du Held Deines Lebens sein kannst."

Unter den ersten 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl sind mit Moritz Körner (Platz 4), Michael Kauch (Platz 8) und Dr. Michael Terwiesche (Platz 13) drei Kandidaten aus NRW.  Moritz Körner sagte in seiner Vorstellungsrede, dass "Europa für seine Generation kein Projekt ist, das man abwickeln kann, sondern Tatsache und Zukunft." Körner, 28, Masterabschluss in Politikmanagement, seit anderthalb Jahren Landtagsabgeordneter in Düsseldorf, setzt sich zum Ziel: "Ich möchte der Anwalt der Bürgerrechte und Freiheit der Bürger sein und ich will, dass die Zusammenarbeit der Europäischen Sicherheitsbehörden besser organisiert ist, als das Verbrechen und der Terrorismus.“

Michael Kauch unterstrich in seiner Rede, dass die EU eine Wertegemeinschaft und kein Subventionsumverteilungstopf sei: "Europa steht für Menschen- und Bürgerrechte, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, die Freiheit der Wissenschaft, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und die Rechte von Lesben und Schwulen. Diese Grundrechte dürfen nirgends infrage gestellt werden. Wir haben ein gemeinsames Schicksal in Europa. Unser Schicksal ist der gemeinsame Kampf für ein Europa der Freiheit." Michael Terwiesche betonte in seiner Rede: "Ich stehe für Europa-Universitäten auf der Grenze zwischen den Mitgliedsstaaten. Früher haben die Grenzen die Menschen getrennt. Heute führen die Grenzen die Menschen zusammen. Was für ein starkes Signal für ein geeintes Europa!"

Andreas Glück aus Baden-Württemberg wurde auf Listenplatz 3 und Jan-Christoph Oetjen aus Niedersachsen auf Listenplatz 5 gewählt. Auf Platz 6 und 7 folgen Dr. Thorsten Lieb aus Hessen und Robert-Martin Montag aus Thüringen. Für das Europäische Parlament kandidieren auf den Listenplätzen 8, 9 und 10 Michael Kauch aus Nordrhein-Westfalen, Marcus Scheuren aus Rheinland-Pfalz und Nicole Büttner-Thiel aus Baden-Württemberg. Carl Grouwet aus Berlin und Dr. Michael Terwiesche aus Nordrhein-Westfalen setzten sich auf den Listenplätzen 12 und 13 durch. Roland König aus dem Saarland und Tina de Meeus d’Argenteuil von der Auslandsgruppe Europa sind auf Listenplatz 14 und 15.

Der Berliner Spitzenkandidat Carl Grouwet wurde auf Platz 12 der Bundesliste zur Europawahl nominiert. In einer Kampfabstimmung setzte sich der 53-jährige Betriebswirt und Kulturmanager, der seit 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag tätig ist, mit 56,01 Prozent durch. Der im belgischen Mechelen geborene Kreuzberger ist überzeugt, "dass gerade in Zeiten von Brexit anhaltenden Protesten der Gelbwesten und dem Wiedererstarken des Nationalismus wir als Liberale die besten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit haben." Es seien nicht die Populisten, die mit ihren einfach Antworten auf komplexe Fragestellungen Europa voranbringen können, "sondern wir als Liberale mit unserer Idee für Freiheit, Gleichheit und Demokratie!"

Auch der Spitzenkandidat der FDP Saar für die Europawahl im Mai, Roland König, freut sich: "Es ist für mich und für den ganzen Landesverband ein schöner Erfolg, dass die FDP einen Saarländer besser platziert hat, als es alle anderen großen Parteien gemacht haben. Nun werden wir in den nächsten vier Monaten dafür kämpfen, dass wir dieses Vertrauen in ein gutes Ergebnis bei den nächsten Europawahlen umsetzen können." Jetzt gilt es, den Schwung vom Europaparteitag mit in den Wahlkampf der nächsten Wochen und Monate zu nehmen.

Kommentare (1)

Christian Sanner
22.05.2019 - 11:12
Wie wäre es, wenn wir nicht die glorreiche Zukunft diskutieren, sondern die Schwächen, die das heutige EU Konzept , das durchaus mit verantwortlich ist für die "Ermüdungserscheinungen". Es beschleicht mich das Gefühl, dass nicht mehr wahrgenommen wird, was Europa nicht bewältigt: ein irrationaler, idealistischer Umgang mit überwiegend extrem sclecht ausgebildeten Wirtschaftsflüchtlingen, keine spürbaren Reformansätze in F, ES und I, eine EZB, die den deutschen Parern inzwischen 50 Mrd. € kostet, eine nicht nachvollziehbare Entscheidubgsfindung in Umweltfragen und Verkehrsfragen usw usw. Das nehmen wir Bürger zurzeit wahr. Nicht die naiven Umarmungs - - und Solidaritätsbekundungen. Italien hat seit 60 Jahren 100te von Miöliarden EU Strukturmittel bezogen u d steht da, wo es vor 50 Jahren stand.
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